Eine Meinung aus Battenberg zum bevorstehenden Spiel gegen Ederbergland
Geschrieben von: Dawa | Freitag, 26. November 2010 |
Aus: "Waldeckische Landeszeitung / Frankenberger Zeitung" am 25.11.10
Fussball-Verbandsliga Mitte
Kovacevic: "Verlieren verboten"
Battenberg (schä). Ohne weitere Niederlage das Jahr beenden? Durchaus machbar für den FC Ederbergland, der im Dezember zwei Heimspiele hat. Zuvor steht aber noch einmal eine äußerst hohe Auswärtshürde im Weg.
Im Hinspiel ein interessantes Duell: Gießens Heinz Stehle (links), der vom Platz musste, gegen Ederberglands Oleg Schneider, dessen Einsatz morgen noch nicht ganz sicher ist. Foto: Schäfer
Als die Ederbergländer und der VfB 1900 zuletzt aufeinandertrafen, war die (Gemüts-)Lage hüben wie drüben noch etwas anders. 1:1 trennte man sich im Hinspiel im „Entenpark“, als ein ballsicher auftretender FCE die noch nach ihrer Form suchenden Gießener weitgehend beherrschte, aber das Toreschießen vergaß.
Im Rückspiel wären vor allem die Vereinigten aus Allendorf und Battenberg mit einem Remis deutlich zufriedener. Denn im Vorfeld der Partie, die am Samstag um 14.30 Uhr – wohl auf dem Kunstrasen am Waldstadion – steigt, sind sich alle einig: Diesmal wird es schwerer - denn die Gießener haben sich nach durchwachsenem Start mittlerweile bis auf Rang drei hochgearbeitet.
„Die Statistik spricht für uns. Aber das wird ’ne ganz andere Nummer als noch vor einigen Wochen“, sagt Vladimir Kovacevic. Ederberglands Coach hatte das Hinspiel seinerzeit als neutraler Zuschauer verfolgt und hat sich womöglich bei seinem gestrigen Telefonat mit Vorgänger Frank Frede zu dessen Geburtstag auch noch ein paar Informationen eingeholt. Großes Lob zollt der Battenberger den jungen Leistungsträgern der Gießener, Maykel Samun, Sergej Maro und dem von einigen höherklassigen Vereinen beobachteten Erdinc Solak.
Die Gießener, die zu Hause im Schnitt vier Tore geschossen haben, haben von den letzten zwölf Spielen nur eines verloren und sind daheim noch ungeschlagen. Das war allerdings der FV Biebrich auch, ehe ihm der FC Ederbergland mit 2:1 den ersten Dämpfer verpasste. So zieht denn auch der FCE-Trainer einen Teil seines Optimismus aus jenem Auftritt seiner Elf, die zuletzt gegen Türk Wiesbaden den dritten Sieg in Serie nachlegte. „Auch wir haben gutes Personal und wollen auch selbst Akzente setzen, uns nicht nur nach dem Spiel der Gießener richten“, so Kovacevic, der ein „heißes und enges Spiel“ erwartet.
An seiner positiven Einstellung im Hinblick auf die verbleibenden Saisonziele ändert der 42-jährige Übungsleiter nichts. Er hat schon die beiden folgenden, lösbaren Heimspiele gegen Lollar und Oberliederbach im Kopf, die dem FCE einen erfolgreichen Jahresausstand bescheren könnten: „Ich will noch Platz fünf oder sechs. Also ist für uns ebenso wie für Gießen Verlieren verboten.“
Die Ederbergländer hoffen auf den Einsatz der „Samstagsschüler“ Schneider und Pracht, müssen aber vorerst ohne Benny Wolf auskommen, der sich gegen Wiesbaden das Innenband riss.
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