Sehr interessanter Bericht von der WEB-Seite des "Biebrich 02"
Geschrieben von: Dawa | Mittwoch, 27. April 2011 |
SCHLUSSPFIFF Blaues Wunder mit Risiken
23.04.2011 01:00 Uhr - WIESBADEN
Höhenflug des FV Biebrich 02 im falschen Zeitfenster / Hessenliga-Verzicht vernünftig, aber undenkbar
Was der SV Wehen Wiesbaden mit der Macht des Geldes geschafft hat, versuchen Wiesbadener Traditionsvereine seit über 20 Jahren. SV Wiesbaden und SG Germania wollten zurück auf höhere Bühnen und erlitten Schiffbruch. Kastel 06 schaffte es in der Phase mit Hübner und Hönnscheidt bis hinauf in die Hessenliga, um danach um die Existenz kämpfen zu müssen. Nur beim FV Biebrich 02, genannt „Die Blauen“, gab man sich nach der Ära großer Zeiten mit Grabi und Co. mit dem zufrieden, was man seit jeher hatte: Mit einer florierenden Jugendabteilung. Hessenliga-Hirngespinste blühten allenfalls im Verborgenen. Die 02-Erste glitt mal in die Gruppenliga ab, pflegte ansonsten ihren Status als ewiger Verbandsligist. Bis jetzt.
Spielertrainer Engin Özdemir hat nach Ablauf der verkorksten Saison 2009/10 radikal aus- und umsortiert, um die Typen zu suchen und unter einen Hut zu bringen, die sportlich und menschlich seiner Linie folgen. Daraus entstanden ist eine Mannschaft, die reelle Chancen hat, Biebrich 02 nach 43 Jahren erstmals wieder in Hessens höchste Liga zu hieven. Ein Team, in dem der 42-jährige Coach auf dem Platz den Takt vorgibt. In dem die von ihren Profiträumen geläuterten Torjäger-Brüder Volkan und Orkun Zer endlich ihr Talent durch regelmäßige Einsätze entfalten. Ein Team überwiegend mit heimischen Spielern, das in der Lage ist, richtig anschaulichen Fußball zu bieten. Eine scheinbar auch zwischenmenschlich verbandelte Mannschaft mit nur einem fatalen Manko: Ihr Höhenflug findet im falschen Zeitfenster statt.
In einer Gegenwart, in der die DFB-Fehlkonstrukteure durch die Staffelung 3.Liga, Regionalliga, Oberligen den gehobenen Amateurbereich zur Bedeutungslosigkeit degradiert haben. Es ist das Zeitalter ständiger Insolvenzen, des wachsenden Zuschauer-Desinteresses und damit der Perspektivlosigkeit. Schön für die Vita des Vereins, der Trainer und der Spieler, wenn Meisterschaften und Aufstiege errungen werden. Erfolg ist schließlich der Sinngeber des Sports.
Bedenken bleiben
Jammerschade nur, wenn ein Aufstieg derartige Risiken birgt. 22 Teams unterhalten die 02er insgesamt. Mit Eltern und Umfeld addiert sich das zu einem großen Kreis. Doch zu den Heimspielen im Museum Dyckerhoff-Sportanlage versammeln sich selten mehr als 100 Besucher. Wenn im Oktober vielleicht Viktoria Urberach kommt, werden es weniger sein. Selbst die möglichen Derbys gegen Würges und SVWW II werden keine Scharen anlocken. Eher schon lokale Verbandsliga-Vergleiche gegen SVW, Meso, Türkischen SV und Kastel 06. „Wir sind auf alles vorbereitet. Wenn die Mannschaft die Qualifikation sportlich schafft, werden wir in der Hessenliga spielen. Auch wenn daraus eine sehr große Herausforderung an die Leistungsfähigkeit des Vereins erwächst“, sagte
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