Unglaublich!! Ein Blick zurück.
Geschrieben von: Dawa | Montag, 22. August 2011 |
(Von Thomas Weber)
Ein Blick zurück in die Vergangenheit.
Zuletzt standen sich diese beiden Traditionsvereine am 21. Mai 1986 gegenüber. Zwei Spieltage vor Rundenende kam es damals in Wiesbaden, vor über 2.500 Zuschauern, zu einem an Dramatik kaum zu überbietenden "Endspiel". Es spielte der Tabellenzweite gegen den Tabellenersten in der Landesliga Mitte um den Aufstieg in die Hessenliga. Die Landeshauptstädter gewannen damals durch einen Treffer in der letzten Spielminute mit 2:1 und stiegen somit dann in die Hessenliga auf.
Die älteren Zuschauer können sich aber gewiss noch an das Jahr 1963 erinnern. Schon damals standen sich beide Vereine in einem Schlagerspiel gegenüber, das der VfB 1900 mit 3:2 gewann. Am Ende dieser Saison wurden die Gießener Hessenmeister, konnten aber wegen der mit der Einführung der Bundesliga verbundenen Umstrukturierung im deutschen Liga-Fußball nicht aufsteigen. Diese Begegnung wurde von 7.257 "zahlenden" Zuschauern besucht. Diese Zahl wurde in einem Punktspiel nie wieder erreicht. In dieser Meistersaison 1962/63 kamen im Schnitt 2.412 Besucher zu den Heimspielen.
Eine Zahl von der man heute nur noch träumen darf.
Kurzes Porträt des SV Wiesbaden 1899:
Der Traditionsverein in der Landeshauptstadt erblickte das Licht der Welt am 18.08.1899, als in der örtlichen Turngesellschaft unter der Leitung des Turnlehrers Fitz Sauer eine Fußballriege entstand. Die Fußballpioniere entschlossen sich dann aber zum Austritt und gründeten am 23. November 1904 den Sportverein Wiesbaden. Schon damals wurde in den nassauischen Farben - Orange-Blau - gespielt.
In den über 110 Jahren kann der SV Wiesbaden auf viele große Spiele zurückblicken. An dieser Stelle sind nur einige wenige genannt wie z. B. am 27.06.1964, als das Team um Trainer Schwerdthöfer zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ein Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft erreichte. Im Finale traf Wiesbaden auf Hannover 96. Der SVW war sogar leicht favorisiert, hatte er doch bereits den VfB Stuttgart ausschalten können und in der Vorschlußrunde gegen Viktoria 98 Berlin einen imponierenden Sieg errungen.
Vor 12.000 Zuschauern im Ischelandstadion zu Hagen zeigte die Mannschaft eine Galavorstellung, unterlag aber mit 0:2. 1965 dann der zweite Anlauf, nachdem der TSV Langenhorn sowie die Spvgg. Erkenschwick ausgeschaltet worden waren. Im Finale um die Deutsche Amateurmeisterschaft traf der SVW wieder auf den gleichen Gegner wie - auf den Tag genau - vor einem Jahr. Hannover 96. Und auch diesmal zog der SVW den Kürzeren. Hannover siegte mit 2:1.
In der Spielzeit 1976/1977 sahen 6.500 Zuschauer die Niederlage gegen Schalke 04 in der ersten Runde des DFB-Pokals. Das Spiel endete 1:3. Schalke war immerhin mit Stars wie Helmut und Erwin Kremers, Sobieray, Fichtel, Oblak, Fischer und Bongartz angetreten.
Der Tiefpunkt des SV Wiesbaden war jedoch das Jahr 1994. Im März wurde ein Konkursantrag gestellt, und am 23. August erklärte der damalige Vorsitzende Klaus-Peter Will, dass der SVW nicht an der Punktrunde der Kreisliga A teilnehmen werde. Lediglich im Jugendbereich konnte der Spielbetrieb weitergeführt werden. Der Konkurs konnte aber abgewendet werden, der SVW begann in der untersten Spielklasse von neuem.
Größte Erfolge
Ein Blick zurück in die Vergangenheit.
Zuletzt standen sich diese beiden Traditionsvereine am 21. Mai 1986 gegenüber. Zwei Spieltage vor Rundenende kam es damals in Wiesbaden, vor über 2.500 Zuschauern, zu einem an Dramatik kaum zu überbietenden "Endspiel". Es spielte der Tabellenzweite gegen den Tabellenersten in der Landesliga Mitte um den Aufstieg in die Hessenliga. Die Landeshauptstädter gewannen damals durch einen Treffer in der letzten Spielminute mit 2:1 und stiegen somit dann in die Hessenliga auf.
Die älteren Zuschauer können sich aber gewiss noch an das Jahr 1963 erinnern. Schon damals standen sich beide Vereine in einem Schlagerspiel gegenüber, das der VfB 1900 mit 3:2 gewann. Am Ende dieser Saison wurden die Gießener Hessenmeister, konnten aber wegen der mit der Einführung der Bundesliga verbundenen Umstrukturierung im deutschen Liga-Fußball nicht aufsteigen. Diese Begegnung wurde von 7.257 "zahlenden" Zuschauern besucht. Diese Zahl wurde in einem Punktspiel nie wieder erreicht. In dieser Meistersaison 1962/63 kamen im Schnitt 2.412 Besucher zu den Heimspielen.
Eine Zahl von der man heute nur noch träumen darf.
Kurzes Porträt des SV Wiesbaden 1899:
Der Traditionsverein in der Landeshauptstadt erblickte das Licht der Welt am 18.08.1899, als in der örtlichen Turngesellschaft unter der Leitung des Turnlehrers Fitz Sauer eine Fußballriege entstand. Die Fußballpioniere entschlossen sich dann aber zum Austritt und gründeten am 23. November 1904 den Sportverein Wiesbaden. Schon damals wurde in den nassauischen Farben - Orange-Blau - gespielt.
In den über 110 Jahren kann der SV Wiesbaden auf viele große Spiele zurückblicken. An dieser Stelle sind nur einige wenige genannt wie z. B. am 27.06.1964, als das Team um Trainer Schwerdthöfer zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ein Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft erreichte. Im Finale traf Wiesbaden auf Hannover 96. Der SVW war sogar leicht favorisiert, hatte er doch bereits den VfB Stuttgart ausschalten können und in der Vorschlußrunde gegen Viktoria 98 Berlin einen imponierenden Sieg errungen.
Vor 12.000 Zuschauern im Ischelandstadion zu Hagen zeigte die Mannschaft eine Galavorstellung, unterlag aber mit 0:2. 1965 dann der zweite Anlauf, nachdem der TSV Langenhorn sowie die Spvgg. Erkenschwick ausgeschaltet worden waren. Im Finale um die Deutsche Amateurmeisterschaft traf der SVW wieder auf den gleichen Gegner wie - auf den Tag genau - vor einem Jahr. Hannover 96. Und auch diesmal zog der SVW den Kürzeren. Hannover siegte mit 2:1.
In der Spielzeit 1976/1977 sahen 6.500 Zuschauer die Niederlage gegen Schalke 04 in der ersten Runde des DFB-Pokals. Das Spiel endete 1:3. Schalke war immerhin mit Stars wie Helmut und Erwin Kremers, Sobieray, Fichtel, Oblak, Fischer und Bongartz angetreten.
Der Tiefpunkt des SV Wiesbaden war jedoch das Jahr 1994. Im März wurde ein Konkursantrag gestellt, und am 23. August erklärte der damalige Vorsitzende Klaus-Peter Will, dass der SVW nicht an der Punktrunde der Kreisliga A teilnehmen werde. Lediglich im Jugendbereich konnte der Spielbetrieb weitergeführt werden. Der Konkurs konnte aber abgewendet werden, der SVW begann in der untersten Spielklasse von neuem.
Größte Erfolge
- 1955/56 - 2.Liga Süd - 8. Platz
- 1964/65 - Deutscher Vize-Amateurmeister
- 1965/66 - Deutscher Vize-Amateurmeister
- 1970/71 - Aufstieg in die Oberliga Hessen
- 1971/72 - Oberliga Hessen - 4. Platz
- 1975/76 - Oberliga Hessen - 4. Platz
- 1981/82 - Aufstieg in die Oberliga Hessen
- 1985/86 - Aufstieg in die Oberliga Hessen
- 2003/04 - Aufstieg in die Landesliga Hessen Mitte
- 2010/11 - Aufstieg in die Verbandsliga Hessen Mitte
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