VfB 1900 Gießen - SC Teut. Watzenborn-Steinberg 0 : 0
Geschrieben von: Dawa | Sonntag, 23. Oktober 2011 |
VfB spielt 0 : 0 Remis im vermeindlichen Spitzenspiel
(geschrieben von Max Ott)
Enttäuscht verließen die meisten Spieler des VfB am gestrigen Samstagnachmittag nach dem Abpfiff des guten Unparteiischen den Platz. Vor der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Kulisse von 540 zahlenden Zuschauern konnte der Gast aus Watzenborn dem Titelaspirant aus Gießen so gut Paroli bieten, wie lange keine Gastmannschaft mehr im Waldstadion.
Aus einer kompakten Defensive heraus setzten die Teutonen im 1. Spielabschnitt immer wieder gefährliche Nadelstiche. Doch die seit Wochen in Topform spielende Abwehr der Gießener konnte immer gerade noch klären. Vor allem in der ersten Viertelstunde des Spiels tat sich der VfB, bei dem erstmal Agirmann verteidigte und Baufeldt für Ranke ins zentrale Mittelfeld rutschte, sehr schwer, Chancen zu erspielen. So entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wobei die Gießener einen leichten optischen Vorteil besaßen. Die dickste Chance für Watzenborn hatte Bock, der nach einer Ecke von Dechert völlig freistehend vorbeiköpfte. Mit zunehmender Spielzeit ergaben sich jedoch mehr gute Gelegenheiten für den VfB. Kurz vor der Pause vergab Schaffartz die größte Möglichkeit des Spiels, als er, von Özen und Samun herrlich freigespielt, aus 5 Metern über das leere Tor schoß. Wer weiß, wie sich das Spiel in der 2. Halbzeit entwickelt hätte, wäre der VfB hier mit dem Pausenpfiff in Führung gegangen. So aber befürchteten eine Skeptische Zuschauer, dass sich das Auslassen solcher Chancen rächen könnte.
Zur 2. Halbzeit kam Ranke für Schaffarz und Baufeldt rücke in den Sturm. Diese Änderung tat dem VfB-Spiel gut, da durch Ranke mehr Präsenz in der Zentrale zu spüren war. Man merkte den Akteuren das hohe Tempo und die intensiv geführten Zweikämpfe der 1. Halbzeit an. Jedoch spürte man, dass der VfB nun unbedingt den Sieg wollte. Watzenborn beschränkte sich nur noch auf das Wichtigste und verteidigte geschickt, sodass sie das Spiel zum Teil noch ausgeglichen gestalten konnten. Nachdem Baufeldt Mitte der 2. Halbzeit alleine auf Gäste-Torwart Wagner zulief und vergab,läutete er damit die stärkste Phase seiner Mannen ein. Diese erspielten sich nun Chancen im Minutentakt, vergaben diese aber zum Teil kläglich.
Watzenborn überstand diese Phase ohne Schaden und konnte sich zunehmends befreien. Die vielen guten Konterchancen, die sie besaßen, spielten sie zu unkonzentriert zu Ende, sodass ein VfB Spieler immer wieder klären konnte. So auch als Martin Wilk eine gefährliche Flanke in letzter Sekunde vor der Linie retten konnte.
Zu allem Überfluss kassierte Özen wenige Minuten vor Ende der Partie noch die Gelb-Rote Karte.
Bezeichnend war auch das Ende dieses Spiels. Nach einer tollen Ecke von Hasan köpfte Gaubatz dem Teutonen Keeper den Ball aus zwei Metern genau in die Arme.
Zusammenfassend kann man, aus Sicht des VfB am Ende sogar noch froh sein, dass die Watzenborner so fahrlässig mit ihren Konterchancen umgegangen sind, denn sonst wäre man trotz deutlichem Chancenplus und Feldüberlegenheit mit ganz leeren Händen dagestanden.
Der VfB wurde für seinen großen Aufwand dieses Mal nicht, wie in den Spielen zuvor, belohnt. Man muss sich auf Grund der Ineffizienz vor dem Tor mit einem Punkt begnügen.