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"Würges geht in Gießen die Puste aus" (aus "m"ittelhessen.de)
Samstag, 30. Juli 2011 |
(aus "M"ittelhessen.de vom 30-07-11)
Im Fußball kann alles ganz schnell gehen. Zur Halbzeit des Verbandsliga-Spiels zwischen dem VfB Gießen und dem RSV Würges sagte RSV-Trainer Maik Kiesel optimistisch: "Wir gewinnen. Der Gegner tut viel zu wenig und lebt in erster Linie von unseren Fehlern." Nach 90 Minuten musste er zugeben, dass seine Mannschaft noch nicht so weit ist, um einen Aufstiegskandidaten in die Knie zu zwingen. Würges startete mit einer 1:2-Niederlage in die Saison.
Doch zunächst war es der Gast, der den Aufstiegsambitionen des VfB Gießen empfindlich dämpfte. Sebastian Bauschke und Erik Lederer holten auf der linken Angriffsseite einen Eckstoß heraus, und Defensivallrounder Mike Baier (12.) drückte den Ball aus dem Gewühl heraus zur Führung über die Linie.
Im ersten Spielabschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei es Würges mit der Führung im Rücken etwas leichter hatte. Zwei dicht gestaffelte Ketten machten im Mittelfeld den Raum eng. Wenn es vor dem Gehäuse des RSV Würges gefährlich wurde, dann waren auf Gießener Seite die Oberlahner Martin Wilk und Robin Schaffarz daran beteiligt: Wilk als Flügelflitzer abwechselnd links wie rechts, und Schaffarz ab Abnehmer im Strafraum.
Schon währen der ersten 45 Minuten erspielte sich Gießen ein Chancenplus, doch Torwart Leotrim Hisenaj und die Manndecker Artug Özbakir und Mike Baier warfen sich beherzt in jeden Schuss. In der 45. Minute bekamen sie den Ball allerdings nicht aus dem Strafraum gespielt. Der aufgerückte Abwehrspieler Markus Gaubatz traf im Nachschuss zum 1:1 - ein leistungsgerechtes Ergebnis zur Halbzeitpause.
Eine Co-Produktion der "Oberlahn-Buben" Martin Wilk und Robin Schaffarz ließ Gießen nach ungefähr einer Stunde jubeln: Robin Schaffarz (59.) traf zum 2:1. VfB-Trainer Matthias Hagner trieb seine Mannschaft an: "Ihr müsst weiterspielen und das 3:1 erzeilen. Ihr dürft noch nicht zufrieden sein!" Hagner machte sich zu viele Sorgen, denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwanden den Spielern aus Würges nach der kurzen Vorbereitungsphase die Kräfte.
In der zweiten Halbzeit geht die Ordnung im Mittelfeld nach und nach verloren
Maik Kiesel hatte schon zu Beginn der zweiten Halbzeit in Arne Wagner für Krisztian Szekely und Toni Kramke für Erik Lederer zwei frische Akteure gebracht. Doch Kiesel stellte fest: "Die Löcher im Mittelfeld sind immer größer geworden." Daniel Dylong, der dort sonst für Ordnung und Zusammenhalt sorgt, wurde schmerzlich vermisst.
Die Chancen für Gießen häuften sich, doch in der Schlussphase hätten sich die Gastgeber nicht beschweren dürfen, falls noch das 2:2 gefallen wäre. Ersin Kizarmis (82.) und der aufgerückte Waldemar Baum (90.) hätten es möglich machen können.
Stattdessen durfte sich VfB-Trainer Matthias Hagner über einen gelungenen Einstand freuen. Er sagte nach dem Spiel: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie meine Mannschaft auf den Rückstand reagiert hat."
Maik Kiesel hingegen stellte fest; "Meine Mannschaft hat sich noch nicht gefunden. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner stark gemacht. Wenn wir das nicht zulassen und unsere Tormöglichkeiten besser verwerten, dann sieht die Sache schon anders aus. Nach dem Seitenwechsel ist die Ordnung mehr und mehr verloren gegangen. Trotzdem meine ich: Wir hätten trotz des Gießener Chancenplus ein Unentschieden verdient gehabt."
Matthias Hagner machten dem Gegner trotz dessen schwächerer zweiter Halbzeit Mut. Er sagte: "Die Spieler scheinen nach der kurzen Vorbereitungsphase noch nicht fit zu sein. Aber Würges hat ein paar fußballerisch richtig gute Jungs dabei. Ich glaube, dass der RSV vorne mitspielen wird." Maik Kiesel trat sofort auf die Bremse: "In der Situation, in der wir uns momentan befinden, kann ich mit einem 1:2 in Gießen leben. Solange ich aber noch keine funktionierende Mannschaft auf dem Feld stehen habe, brauchen wir uns über gar nichts zu unterhalten."
Die nächste Gelegenheit, einen Schritt nach vorn zu tun, wird sich dem RSV Würges am Dienstagabend im Heimspiel gegen Watzenborn-Steinberg bieten. Für Samstag hat sich Kiesel den Rheinlandligisten TuS Koblenz II ins Stadion "Goldener Grund" eingeladen.Gießen: Säglitz - Ott, Ranke, Gaubatz, Chabou - Hasan, Schaffarz, Celik (61. Mohr), Wilk - Samun, Baufeldt (73. Erben).
Würges: Hisenay - Baum, Özbakir, Baier, Leopold (83. Abbas) - Kühnel, El Allali, Szekely (46. Wagner), Bauschke - Lederer (46. Kramke), Kizarmis.
Schiedsrichter: Sebastian Klein (Marburg) - Zuschauer: 250 - Tore: 0:1 Mike Baier (12.), 1:1 Markus Gaubatz (45.), 2:1 Robin Schaffarz (59.) - gelbe Karte: Ott (Gießen).
Fußball-Verbandsliga Mitte
Würges geht in Gießen die Puste aus
Fußball-Verbandsliga: VfB Gießen - RSV Würges 2:1 (1:1)
So wie sich die Gaststätte im Gießener Waldstadion zurzeit als Baustelle präsentiert, so machte sich auch bei beiden Mannschaften der Umbau des Kaders bemerkbar - bei Gießen etwas weniger, bei Würges vor allem in der zweiten Halbzeit umso mehr.
Doch zunächst war es der Gast, der den Aufstiegsambitionen des VfB Gießen empfindlich dämpfte. Sebastian Bauschke und Erik Lederer holten auf der linken Angriffsseite einen Eckstoß heraus, und Defensivallrounder Mike Baier (12.) drückte den Ball aus dem Gewühl heraus zur Führung über die Linie.
Im ersten Spielabschnitt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei es Würges mit der Führung im Rücken etwas leichter hatte. Zwei dicht gestaffelte Ketten machten im Mittelfeld den Raum eng. Wenn es vor dem Gehäuse des RSV Würges gefährlich wurde, dann waren auf Gießener Seite die Oberlahner Martin Wilk und Robin Schaffarz daran beteiligt: Wilk als Flügelflitzer abwechselnd links wie rechts, und Schaffarz ab Abnehmer im Strafraum.
Schon währen der ersten 45 Minuten erspielte sich Gießen ein Chancenplus, doch Torwart Leotrim Hisenaj und die Manndecker Artug Özbakir und Mike Baier warfen sich beherzt in jeden Schuss. In der 45. Minute bekamen sie den Ball allerdings nicht aus dem Strafraum gespielt. Der aufgerückte Abwehrspieler Markus Gaubatz traf im Nachschuss zum 1:1 - ein leistungsgerechtes Ergebnis zur Halbzeitpause.
Eine Co-Produktion der "Oberlahn-Buben" Martin Wilk und Robin Schaffarz ließ Gießen nach ungefähr einer Stunde jubeln: Robin Schaffarz (59.) traf zum 2:1. VfB-Trainer Matthias Hagner trieb seine Mannschaft an: "Ihr müsst weiterspielen und das 3:1 erzeilen. Ihr dürft noch nicht zufrieden sein!" Hagner machte sich zu viele Sorgen, denn je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwanden den Spielern aus Würges nach der kurzen Vorbereitungsphase die Kräfte.
In der zweiten Halbzeit geht die Ordnung im Mittelfeld nach und nach verloren
Maik Kiesel hatte schon zu Beginn der zweiten Halbzeit in Arne Wagner für Krisztian Szekely und Toni Kramke für Erik Lederer zwei frische Akteure gebracht. Doch Kiesel stellte fest: "Die Löcher im Mittelfeld sind immer größer geworden." Daniel Dylong, der dort sonst für Ordnung und Zusammenhalt sorgt, wurde schmerzlich vermisst.
Die Chancen für Gießen häuften sich, doch in der Schlussphase hätten sich die Gastgeber nicht beschweren dürfen, falls noch das 2:2 gefallen wäre. Ersin Kizarmis (82.) und der aufgerückte Waldemar Baum (90.) hätten es möglich machen können.
Stattdessen durfte sich VfB-Trainer Matthias Hagner über einen gelungenen Einstand freuen. Er sagte nach dem Spiel: "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie meine Mannschaft auf den Rückstand reagiert hat."
Maik Kiesel hingegen stellte fest; "Meine Mannschaft hat sich noch nicht gefunden. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner stark gemacht. Wenn wir das nicht zulassen und unsere Tormöglichkeiten besser verwerten, dann sieht die Sache schon anders aus. Nach dem Seitenwechsel ist die Ordnung mehr und mehr verloren gegangen. Trotzdem meine ich: Wir hätten trotz des Gießener Chancenplus ein Unentschieden verdient gehabt."
Matthias Hagner machten dem Gegner trotz dessen schwächerer zweiter Halbzeit Mut. Er sagte: "Die Spieler scheinen nach der kurzen Vorbereitungsphase noch nicht fit zu sein. Aber Würges hat ein paar fußballerisch richtig gute Jungs dabei. Ich glaube, dass der RSV vorne mitspielen wird." Maik Kiesel trat sofort auf die Bremse: "In der Situation, in der wir uns momentan befinden, kann ich mit einem 1:2 in Gießen leben. Solange ich aber noch keine funktionierende Mannschaft auf dem Feld stehen habe, brauchen wir uns über gar nichts zu unterhalten."
Die nächste Gelegenheit, einen Schritt nach vorn zu tun, wird sich dem RSV Würges am Dienstagabend im Heimspiel gegen Watzenborn-Steinberg bieten. Für Samstag hat sich Kiesel den Rheinlandligisten TuS Koblenz II ins Stadion "Goldener Grund" eingeladen.Gießen: Säglitz - Ott, Ranke, Gaubatz, Chabou - Hasan, Schaffarz, Celik (61. Mohr), Wilk - Samun, Baufeldt (73. Erben).
Würges: Hisenay - Baum, Özbakir, Baier, Leopold (83. Abbas) - Kühnel, El Allali, Szekely (46. Wagner), Bauschke - Lederer (46. Kramke), Kizarmis.
Schiedsrichter: Sebastian Klein (Marburg) - Zuschauer: 250 - Tore: 0:1 Mike Baier (12.), 1:1 Markus Gaubatz (45.), 2:1 Robin Schaffarz (59.) - gelbe Karte: Ott (Gießen).