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Schlossstädter landen Auswärtscoup
Montag, 08. August 2011 |
(aus "mittelhessen.de" 07/08/11)
Fußball-Verbandsliga Mitte: VfB 1900 Gießen - FSV Braunfels 1:2 (1:1)
Die geschlossene Mannschaftsleistung der Gäste war dabei der Schlüssel zum Sieg, wie beide Trainer nach den spannenden 93 Spielminuten feststellten. "Unsere individuelle, technische Stärke konnten wir zu fast keiner Phase der Partie demonstrieren, stattdessen haben wir uns die Spielweise der Braunfelser aufdrängen lassen", monierte Gießens Trainer Matthias Hagner nach der verlorenen Begegnung, wobei ihm die Enttäuschung deutlich anzusehen war.
Schon früh lag seine Mannschaft zurück, als Thorsten Dinkel eine Unachtsamkeit im Gießener Deckungsverband konsequent ausnutzte und aus acht Metern VfB-Keeper Sven Mainusch erstmals überwand (3.).
Die Gastgeber waren um einen schnellen Spielaufbau bemüht, kamen damit aber kaum in die Spitze zu den Angreifern. Die Braunfelser Abwehr stand gut und aus den abgefangenen Bällen entwickelten sich hervorragende Konterchancen. Marvin Kretschmann (12.), Dario Schug (18. und 22.) sowie abermals Kretschmann (36.) hatten das 2:0 mehrmals auf dem Fuß, ehe die Gießener zum überraschenden Ausgleich kamen.
Ürkan Oezen hatte sich in der rechten Strafraumhälfte mit einer Körpertäuschung schön abgesetzt und sein strammer Linksschuss landete unhaltbar im langen Toreck (38.).
Dinkel und Schug treffen
Doch wie zum Spielbeginn war der FSV auch zum Auftakt der zweiten Halbzeit wacher als der VfB. Gerade noch hatte Sebastian Schäfer mit einem Schuss aus 20 Metern das Gießener Tor verfehlt, als er kurz darauf in den Strafraum steuerte und den Ball an den Torpfosten setzte. Goldrichtig stand danach Dario Schug, der den Abpraller aus zehn Metern ins Gehäuse der Platzherren schoss (53.).
Kurz darauf hatte Schäfer das dritte Tor auf dem Fuß, hob den Ball jedoch in die Arme von Mainusch (62.) Die Gastgeber spielten angesichts des Rückstandes nun risikoreicher und offensiver und hätten die kurze Schwächephase der Braunfelser Mitte des zweiten Durchgangs fast zum Ausgleich genutzt. Der Kopfball des ehemaligen Wetzlarers Martin Wilk strich jedoch am langen Toreck um Zentimeter vorbei (72.), ehe FSV-Keeper Marc Steinbrenner eine Minute später mit einem tollen Reflex den Schuss von Felix Erben zur Ecke abwehrte.
In der Schlussphase, als Gießen die Abwehr öffnete, boten sich den Gästen reihenweise beste Konterchancen, die allesamt vergeben wurde. Entweder stimmten in Überzahl die Laufwege nicht oder der letzte Pass wurde zu ungenau und schlampig gespielt. "Das war aber auch das einzige, was ich meinem Team heute vorwerfen kann, ansonsten sind wir als kompakte Mannschaft aufgetreten und haben uns diesen Dreier mehr als verdient", sagte der Braunfelser Trainer Oliver Dönges, während Matthias Hagner und seine Spieler mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen. "Wir sind alle enttäuscht, weil wir heute kein gutes Spiel gemacht haben und viel zu umständlich agiert haben", so der Ex-Profi.
Gießen: Mainusch - Hasan, Chabou, Gaubatz, Wilk - Oezen, Celik (86. Bäcker), Mohr (68. Erben), Baufeldt - Samun, Schaffarz.
Braunfels: Steinbrenner - Schmidt, Manuel Jung, Winch, Desch (79. Wachter) - Fürbeth (76. Dragusha), Patrick Jung, Dinkel, Schug (82. Gojanaj) - Schäfer, Kretschmann.
Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt) - Tore: 0:1 Dinkel (3.) , 1:1 Oezen (38.), 1:2 Schug (53.) - Zuschauer: 265 - gelbe Karten: Erben, Oezen (Gießen); Kretschmann, Manuel Jung (Braunfels).