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"Wir haben unklug Fußball gespielt!"
Montag, 08. August 2011 |
(Aus "Gießener Allgemeine" 08/08/11)
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»Wir haben heute nicht das gespielt, was uns eigentlich stark macht. Anstatt den Ball schnell und flach laufen zu lassen, haben wir die Spielweise des FSV angenommen und immer wieder mit langen, hohen Bällen agiert«, ärgerte sich VfB-1900-Trainer Matthias Hagner nach dem Spiel vor 265 Zuschauern. Sein Pendant auf Braunfelser Seite, Oliver Dönges, brachte seine Gefühle mit einem Satz auf den Punkt: »Beim VfB 1900 Gießen zu gewinnen, ist schon geil.«
Der Ex-Profi war nach den beiden Roten Karten für Torwart Florian Säglitz und Maximilian Ott sowie dem verletzungsbedingten Ausfall von Kai Ranke zu einigen Umstellungen gezwungen. So kam Sven Mainusch zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Tor des VfB 1900. Ürkan Özen rückte nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder ins Team und präsentierte sich als belebendes Element im Gießener Mittelfeld. Doch ehe der VfB-1900-Motor richtig ins Laufen kommen konnte, lagen die Gäste bereits in Front. Einen Ballverlust von Erkan Hasan auf der rechten Abwehrseite nahm Marvin Kretschmann auf und flankte scharf vor das Gießener Tor. Hier bekam die VfB-1900-Hintermannschaft die Kugel nicht schnell genug aus der Gefahrenzone, was Thorsten Dinkel mit einem Schuss aus elf Metern zum 1:0 nutzte (2.). Eine weitere FSV-Chance vergab Kretschmann, der aus halblinker Position übers Tor zielte (11.). Der VfB 1900 versuchte, gegen die in der Anfangsphase nicht immer sattelfest wirkende Gäste-Abwehr Druck zu machen. Dennoch gelang es Ürkan Özen, Andreas Baufeldt und Co. nicht, sich entscheidend in Szene zu setzen. Stattdessen musste VfB-1900-Keeper Sven Mainusch bei einem Schuss von Sebastian Schäfer sein Können unter Beweis stellen (18.). Auch in der Folgezeit strahlte die Gießener Abwehr keine Sicherheit aus. Ein Pass von Schäfer in den Rücken von Erkan Hasan brachte Kretschmann erneut in gute Schussposition. Martin Wilk konnte den Ball aber gerade noch von der Linie kratzen (37.). Eine Einzelleistung von Ürkan Özen brachte eine Minute später den überraschenden Ausgleich. Der Gießener Spielmacher war von der rechten Seite nach innen gezogen und ließ FSV-Keeper Marc Steinbrenner mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance – 1:1, was dem VfB 1900 schmeichelte.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den 265 Zuschauern das gleiche Bild. Die Hausherren waren bemüht, doch die Chancen boten sich den Gästen. Einen Schuss von Simon Schmidt lenkte FSV-Torjäger Sebastian Schäfer knapp neben das VfB-1900-Tor (49.). Nach einem Fehlpass von Pierre Chabou war es erneut Schäfer, der mit einem Direktschuss scheiterte (50.). Als Schäfer nach einem Pass von Robin Fürbeth nur den Pfosten traf, war Dario Schug zur Stelle und staubte zum überfälligen 2:1 ab (53.).
»Meine Elf stand hinten gut und hat nur wenig zugelassen. Allerdings müssen wir bei unseren Kontern den Sack früher zumachen«, analysierte Oliver Dönges. Damit spielte er beispielsweise auf die Situation an, als Sebastian Schäfer den Ball frei vor dem Gießener Tor in die Arme von Sven Mainusch spitzelte (61.). Ihre beste Phase hatten die Hausherren zwischen der 65. und 75. Minute. Andreas Baufeldt suchte nach Zuspiel von Özen von der Grundlinie einen Abnehmer im Rückraum, anstatt abzuschließen (66.). Bei einer Flanke von Özen war Martin Wilk um wenige Zentimeter zu klein, um seinen Kopfball entscheidend zu drücken (72.). Der kurz zuvor eingewechselte Felix Erben hatte nach Pass von Baufeldt die größte Ausgleichschance. FSV-Keeper Marc Steinbrenner machte aber auch diese Gelegenheit mit einer Glanzparade zunichte (74.). In der Schlussphase vergaben Özen (84.) und Baufeldt (89.) noch zwei Gelegenheiten, während Schäfer auf der Gegenseite die nun offene Abwehr der Gießener nicht 3:1 nutzen konnte. »Wir haben heute unklug Fußball gespielt. Der FSV hat verdient gewonnen«, erkannte Matthias Hagner an.
VfB 1900 Gießen: Mainusch; Hasan, Chabou, Gaubatz, Wilk, Celik (ab 85. Bäcker), Max-Peter Mohr (ab 68. Erben), Baufeld, Özen, Samun, Schaffarz.
FSV Braunfels: Steinbrenner; Schmidt, Manuel Jung, Dinkel, Patrick Jung, Winch, Kretschmann, Schug, Desch (ab 78. Wachter), Fürbeth (ab 75. Dragusha; ab 84. Gojanaj), Schäfer.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt). – Zuschauer: 265. – Torfolge: 0:1 (2.) Dinkel, 1:1 (38.) Özen, 1:2 (53.) Schug . – Gelbe Karten: Özen, Erben – Manuel Jung, Kretschmann.
Hagner: »Wir haben unklug Fußball gespielt«
(fro) Im Spiel zweier hoch gehandelter Mannschaften der Verbandsliga Mitte musste der VfB 1900 Gießen am Sonntag gegen den FSV Braunfels eine verdiente 1:2-Niederlage quittieren und bleibt mit drei Punkten aus den ersten drei Saisonspielen hinter den Erwartungen zurück.
UNZUFRIEDEN: Gießens Trainer Matthias Hagner moniert die Spielweise seiner Mannschaft. (Foto: Friedrich)
Der Ex-Profi war nach den beiden Roten Karten für Torwart Florian Säglitz und Maximilian Ott sowie dem verletzungsbedingten Ausfall von Kai Ranke zu einigen Umstellungen gezwungen. So kam Sven Mainusch zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Tor des VfB 1900. Ürkan Özen rückte nach seiner abgesessenen Rotsperre wieder ins Team und präsentierte sich als belebendes Element im Gießener Mittelfeld. Doch ehe der VfB-1900-Motor richtig ins Laufen kommen konnte, lagen die Gäste bereits in Front. Einen Ballverlust von Erkan Hasan auf der rechten Abwehrseite nahm Marvin Kretschmann auf und flankte scharf vor das Gießener Tor. Hier bekam die VfB-1900-Hintermannschaft die Kugel nicht schnell genug aus der Gefahrenzone, was Thorsten Dinkel mit einem Schuss aus elf Metern zum 1:0 nutzte (2.). Eine weitere FSV-Chance vergab Kretschmann, der aus halblinker Position übers Tor zielte (11.). Der VfB 1900 versuchte, gegen die in der Anfangsphase nicht immer sattelfest wirkende Gäste-Abwehr Druck zu machen. Dennoch gelang es Ürkan Özen, Andreas Baufeldt und Co. nicht, sich entscheidend in Szene zu setzen. Stattdessen musste VfB-1900-Keeper Sven Mainusch bei einem Schuss von Sebastian Schäfer sein Können unter Beweis stellen (18.). Auch in der Folgezeit strahlte die Gießener Abwehr keine Sicherheit aus. Ein Pass von Schäfer in den Rücken von Erkan Hasan brachte Kretschmann erneut in gute Schussposition. Martin Wilk konnte den Ball aber gerade noch von der Linie kratzen (37.). Eine Einzelleistung von Ürkan Özen brachte eine Minute später den überraschenden Ausgleich. Der Gießener Spielmacher war von der rechten Seite nach innen gezogen und ließ FSV-Keeper Marc Steinbrenner mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance – 1:1, was dem VfB 1900 schmeichelte.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den 265 Zuschauern das gleiche Bild. Die Hausherren waren bemüht, doch die Chancen boten sich den Gästen. Einen Schuss von Simon Schmidt lenkte FSV-Torjäger Sebastian Schäfer knapp neben das VfB-1900-Tor (49.). Nach einem Fehlpass von Pierre Chabou war es erneut Schäfer, der mit einem Direktschuss scheiterte (50.). Als Schäfer nach einem Pass von Robin Fürbeth nur den Pfosten traf, war Dario Schug zur Stelle und staubte zum überfälligen 2:1 ab (53.).
»Meine Elf stand hinten gut und hat nur wenig zugelassen. Allerdings müssen wir bei unseren Kontern den Sack früher zumachen«, analysierte Oliver Dönges. Damit spielte er beispielsweise auf die Situation an, als Sebastian Schäfer den Ball frei vor dem Gießener Tor in die Arme von Sven Mainusch spitzelte (61.). Ihre beste Phase hatten die Hausherren zwischen der 65. und 75. Minute. Andreas Baufeldt suchte nach Zuspiel von Özen von der Grundlinie einen Abnehmer im Rückraum, anstatt abzuschließen (66.). Bei einer Flanke von Özen war Martin Wilk um wenige Zentimeter zu klein, um seinen Kopfball entscheidend zu drücken (72.). Der kurz zuvor eingewechselte Felix Erben hatte nach Pass von Baufeldt die größte Ausgleichschance. FSV-Keeper Marc Steinbrenner machte aber auch diese Gelegenheit mit einer Glanzparade zunichte (74.). In der Schlussphase vergaben Özen (84.) und Baufeldt (89.) noch zwei Gelegenheiten, während Schäfer auf der Gegenseite die nun offene Abwehr der Gießener nicht 3:1 nutzen konnte. »Wir haben heute unklug Fußball gespielt. Der FSV hat verdient gewonnen«, erkannte Matthias Hagner an.
VfB 1900 Gießen: Mainusch; Hasan, Chabou, Gaubatz, Wilk, Celik (ab 85. Bäcker), Max-Peter Mohr (ab 68. Erben), Baufeld, Özen, Samun, Schaffarz.
FSV Braunfels: Steinbrenner; Schmidt, Manuel Jung, Dinkel, Patrick Jung, Winch, Kretschmann, Schug, Desch (ab 78. Wachter), Fürbeth (ab 75. Dragusha; ab 84. Gojanaj), Schäfer.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt). – Zuschauer: 265. – Torfolge: 0:1 (2.) Dinkel, 1:1 (38.) Özen, 1:2 (53.) Schug . – Gelbe Karten: Özen, Erben – Manuel Jung, Kretschmann.