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Gut: "Keine Frische, keine Aggressivität" ("Mittelhessen.de")

Sonntag, 28. August 2011 |
(Aus "Mittelhessen.de" 27/08/11)


Fußball-Verbandsliga Mitte: VfB Marburg - VfB 1900 Gießen 0:5 (0:2) / Wack verhindert höhere Pleite

 
Was passiert, wenn sich zur fehlenden Durchschlagskraft im Angriff eine bisher nicht gewohnte Anfälligkeit in der Deckung gesellt, musste der VfB Marburg gestern im Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte feststellen. Nach einer schwachen Leistung kassierten die "Schimmelreiter" gegen den in allen Belangen überlegenen VfB Gießen eine bittere 0:5 (0:2)-Heimklatsche.
 

David Simmons (vorne) vom VfB Marburg wird vom Gießener Pierre Chabou attackiert.
zoom David Simmons (vorne) vom VfB Marburg wird vom Gie...| mittelhessen.de alt

Es wäre allerdings zu einfach, die Gründe für die Niederlage nur bei der diesmal sehr instabilen Viererkette des VfB Marburg zu suchen.
Leichte Ballverluste im Mittelfeld ermöglichten den agilen und lauffreudigen Gästen immer wieder schnelle Gegenangriffe über die Außenbahnen, die dann auch zwangsläufig zu Toren führten.

"Heute hat der ganzen Mannschaft die geistige Frische und auch die nötige Aggressivität gefehlt. Nach dem frühen Rückstand ist es uns daher nicht mehr gelungen, ins Spiel zurückzufinden", fasste Hausherren-Übungsleiter Mirko Gut das Geschehen zusammen. In die Karten spielte den Gästen eine schnelle Führung. Konnte Torhüter Sebastian Wack einen Schuss von Max-Peter Mohr zunächst noch um den Pfosten drehen (4.), war er nach der anschließenden Ecke gegen den Kopfball vom völlig freistehenden Markus Gaubatz machtlos (5.).

Lässiger Heber von Baufeldt

Nur wenige Minuten später klärte Wack auch den zu lässigen Heber des durchgebrochenen Andreas Baufeldt bravourös (10.). Nach einem schönen Zuspiel von Mohr sorgte Maykel Samun per Direktabnahme dann aber doch für das 0:2 (15.) Die
beiden einzigen, dafür aber ebenfalls hochkarätigen Torgelegenheiten der Gastgeber in der ersten Hälfte vergaben David Simmons, der eine Flanke von Jan Eberling aus wenigen Metern neben das Tor verlängerte (21.), und Bujar Ternava, dessen Kopfball Gästekeeper Sven Mainusch glänzend parierte (34.).


"Wir wollten nach der Pause ein schnelles Tor", gewährte Mirko Gut Einblicke in seine Halbzeitansprache und brachte den jungen Stürmer Ngolo Quattara. Dieses fiel dann auch gleich dreifach, aus Sicht der Marburger allerdings auf der falschen Seite. Maykel Samun spielte genau in die Schnittstelle der aufgerückten Abwehr der Marburger, Andreas Baufeldt baute alleine vor Wack die Führung aus (48.). Wiederum nur wenige Minuten später passte Baufeldt mit der Hacke auf Maximilian Ott, dessen flache Hereingabe Max-Peter Mohr über die Linie drückte (51.) Auf der Gegenseite passte der überall zu findende Ott zu kurz auf seinen Torhüter zurück, Quattara spritzte dazwischen, um dann völlig freistehend wieder an Sven Mainusch zu scheitern (54.).

Fast mit einer Kopie des vierten Treffers fiel dann auch der Endstand. Maykel Samun nahm einen Freistoß von Gaubatz auf, passte flach nach innen und Max-Peter Mohr schob ein (61.). In der Folgezeit verwalteten die Gäste die Führung, die Hausherren hatten weder die Kraft noch die Mittel, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen.

Matthias Hagner, der Coach der Gäste, war sichtlich zufrieden: "Heute waren wir über 90 Minuten konzentriert und haben uns nicht wieder den Sieg nehmen lassen. Jetzt heißt es, möglichst schnell den Anschluss nach vorne zu finden."

Marburg: Wack - Eberling (59. Tekin), Acker, Abali, Schnitzer - Hull - Xenokalakis, Özsoy, Rechner, Ternava - Simmons (46. Quattara).

Gießen: Mainusch - Hasan, Chabou, Gaubatz, Wilk - Özen (69. Atanasoski), Mohr, Baufeldt (69. Celik), Ott - Samun (82. Erben), Schaffarz.

Schiedsrichter: Pondruff (Habichtswald) - Zuschauer: 140 - Tore: 0:1 Gaubatz (5.), 0:2 Samun (15.), 0:3 Baufeldt (48.), 0:4 Mohr (51.), 0:5 Mohr (61.) - gelbe Karte: Xenokalakis (Marburg).
 
 
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