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"Sieg mit links, Gefahr über rechts" (Gießener Anzeiger)
Montag, 29. August 2011 |
(Aus dem "Gießener Anzeiger" 29/08/11)
Von Rolf Birkhölzer
Max Mohr und Max Ott führen VfB 1900 Gießen zu einem auch in der Höhe verdienten Kantersieg im Lahnderby
MARBURG. Sie können es noch! Die Verbandsligafußballer des VfB 1900 Gießen brachten diesmal nicht nur ihren Vorsprung ins Ziel, sondern bauten ihn noch aus und feierten am Ende beim VfB Marburg einen auch in dieser Höhe verdienten 5:0 (2:0)-Kantersieg.
Nachdem es zuletzt beim 3:3 in Oberliederbach und am Mittwoch beim 2:2 gegen Kastel nach klarer Führung nur zu jeweils einem Punkt gereicht hatte, gab es am Samstag auf dem Rasenplatz an der Gisselberger Straße über den Sieger des ersten Lahn-Derbys nach elf Jahren keinen Zweifel.
Nach drei Niederlagen zum Saisonbeginn sind die als Aufstiegsfavorit gehandelten Gießener jetzt im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage geblieben.
Schon nach einer Viertelstunde war die Vorentscheidung gefallen, als der aufgerückte Markus Gaubatz nach einer Ecke (5.) per Kopf und Mayel Samun (15.) mit einem Volleyschuss für das 2:0 gesorgt hatten. Es war bereits der vierte Treffer des Ex-Eschborner Defensivroutiniers Gaubatz. Marburgs Keeper Sebastian Wack, der zuvor einen Schuss des meist kaum zu bremsenden Max-Peter Mohr (5.) und den Lupfer von Andreas Baufeldt (10.) gekonnt abgewehrt hatte, war bei den frühen Gegentoren machtlos. Und hatte noch Glück, dass Samuns Kopfball (31.) an die Latte klatschte. Die Vorbereitung kam wie beim 2:0 und bei Baufeldts ungenauem Kopfball (33.) des starken Maximilian Ott wie meist von der rechten Angriffsseite der Gießener.
VfB Marburg - VfB 1900 Gießen 0:5
Nach einer halben Stunde hatte sich der Hessenligaabsteiger, der sich bisher nach großem personellen Aderlass entgegen der Expertenmeinung recht gut geschlagen hat, von der Gießener Dominanz befreit, gestaltete den Spielverlauf ausgeglichen, blieb aber fast ohne Torgefahr.
Nur beim platzierten Kopfball von Bujar Ternava (37.) auf Flanke von Enis Özsoy zwang der Marburger Gästetorwart Sven Mainusch zu einer spektakulären Parade. „In der Pause habe ich die Spieler daran erinnert, nicht nachzulassen“, wollte Trainer Matthias Hagner verhindern, dass der Vorsprung seiner Gießener erneut verloren ging. Doch die traten in der Abstimmung der Mannschaftsteile kompakter auf und vor allem ohne die zuletzt gezeigten Abwehrschwächen. Und sie hatten die besseren Einzelspieler in ihren Reihen. Als Baufeldt drei Minuten nach dem Wechsel das 3:0 und bald darauf Mohr nach einer Bilderbuchkombination über Ott und Baufeldt das 4:0 (51.) erzielt hatten, war die Partie vor der unwürdigen Kulisse von nur knapp 150 Zuschauern entschieden.
„Nach dem klaren Rückstand haben wir der englischen Woche Tribut zollen müssen, dazu hat Gießen einen guten Ball gespielt und einfache Tore gemacht“, musste Marburgs Coach Mirko Gut nachher zugeben und hoffte, „die Klatsche wegzustecken.“ Die Einwechslung von Ngolo Ouattara brachte etwas Schwung in die Angriffbemühungen der Gastgeber, so dass der souveräne Mainusch noch zweimal sein Können zeigen musste. Erst lenkte der Ex-Wiesecker einen Schlenzer Ouatarras übers Tor (52.) und dann klärte der 20-Jährige gegen Kai Schnitzer per Fußabwehr (75.). Doch nach gut einer Stunde tauchte erneut der überragende Mohr vor dem Marburger Tor auf und versenkte die Flanke des fleißigen Ürkan Özen zum 5:0-Endstand (61.) ins Netz des Tores, wo Wack auch diesmal erneut machtlos war.
„Marburg hat zwar nicht den besten Tag erwischt, doch wir haben auch nicht viel zugelassen“, war Sieger-Coach Hagner „diesmal komplett zufrieden.“
VfB Marburg: Wack - Schnitzer, Acker, Hull, Abali - Özsoy, Rechner, Ternava, Eberling (58. Tekin), Xenokalakis - Simmons (46. Ouattara).
VfB 1900 Gießen: Mainusch - Chabou, Schaffarz, Gaubatz, Wilk - Özen (65. Atanasoski), Ott, Hasan, Mohr - Samun (82. Erben), Baufeldt (65. Celik).
Tore: 0:1 (5.) Gaubatz, 0:2 (15.) Samun, 0:3 (48.) Baufeldt, 0:4 (51.) Mohr, 0:5 (61.) Mohr - Schiedsrichter: Pondruff (Habichtswald) - Gelbe Karten: Xenokalakis (Marburg)/ - Zuschauer.: 150.
Max Mohr und Max Ott führen VfB 1900 Gießen zu einem auch in der Höhe verdienten Kantersieg im Lahnderby
MARBURG. Sie können es noch! Die Verbandsligafußballer des VfB 1900 Gießen brachten diesmal nicht nur ihren Vorsprung ins Ziel, sondern bauten ihn noch aus und feierten am Ende beim VfB Marburg einen auch in dieser Höhe verdienten 5:0 (2:0)-Kantersieg.
Nachdem es zuletzt beim 3:3 in Oberliederbach und am Mittwoch beim 2:2 gegen Kastel nach klarer Führung nur zu jeweils einem Punkt gereicht hatte, gab es am Samstag auf dem Rasenplatz an der Gisselberger Straße über den Sieger des ersten Lahn-Derbys nach elf Jahren keinen Zweifel.
Nach drei Niederlagen zum Saisonbeginn sind die als Aufstiegsfavorit gehandelten Gießener jetzt im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage geblieben.
Schon nach einer Viertelstunde war die Vorentscheidung gefallen, als der aufgerückte Markus Gaubatz nach einer Ecke (5.) per Kopf und Mayel Samun (15.) mit einem Volleyschuss für das 2:0 gesorgt hatten. Es war bereits der vierte Treffer des Ex-Eschborner Defensivroutiniers Gaubatz. Marburgs Keeper Sebastian Wack, der zuvor einen Schuss des meist kaum zu bremsenden Max-Peter Mohr (5.) und den Lupfer von Andreas Baufeldt (10.) gekonnt abgewehrt hatte, war bei den frühen Gegentoren machtlos. Und hatte noch Glück, dass Samuns Kopfball (31.) an die Latte klatschte. Die Vorbereitung kam wie beim 2:0 und bei Baufeldts ungenauem Kopfball (33.) des starken Maximilian Ott wie meist von der rechten Angriffsseite der Gießener.
VfB Marburg - VfB 1900 Gießen 0:5
Nach einer halben Stunde hatte sich der Hessenligaabsteiger, der sich bisher nach großem personellen Aderlass entgegen der Expertenmeinung recht gut geschlagen hat, von der Gießener Dominanz befreit, gestaltete den Spielverlauf ausgeglichen, blieb aber fast ohne Torgefahr.
Nur beim platzierten Kopfball von Bujar Ternava (37.) auf Flanke von Enis Özsoy zwang der Marburger Gästetorwart Sven Mainusch zu einer spektakulären Parade. „In der Pause habe ich die Spieler daran erinnert, nicht nachzulassen“, wollte Trainer Matthias Hagner verhindern, dass der Vorsprung seiner Gießener erneut verloren ging. Doch die traten in der Abstimmung der Mannschaftsteile kompakter auf und vor allem ohne die zuletzt gezeigten Abwehrschwächen. Und sie hatten die besseren Einzelspieler in ihren Reihen. Als Baufeldt drei Minuten nach dem Wechsel das 3:0 und bald darauf Mohr nach einer Bilderbuchkombination über Ott und Baufeldt das 4:0 (51.) erzielt hatten, war die Partie vor der unwürdigen Kulisse von nur knapp 150 Zuschauern entschieden.
„Nach dem klaren Rückstand haben wir der englischen Woche Tribut zollen müssen, dazu hat Gießen einen guten Ball gespielt und einfache Tore gemacht“, musste Marburgs Coach Mirko Gut nachher zugeben und hoffte, „die Klatsche wegzustecken.“ Die Einwechslung von Ngolo Ouattara brachte etwas Schwung in die Angriffbemühungen der Gastgeber, so dass der souveräne Mainusch noch zweimal sein Können zeigen musste. Erst lenkte der Ex-Wiesecker einen Schlenzer Ouatarras übers Tor (52.) und dann klärte der 20-Jährige gegen Kai Schnitzer per Fußabwehr (75.). Doch nach gut einer Stunde tauchte erneut der überragende Mohr vor dem Marburger Tor auf und versenkte die Flanke des fleißigen Ürkan Özen zum 5:0-Endstand (61.) ins Netz des Tores, wo Wack auch diesmal erneut machtlos war.
„Marburg hat zwar nicht den besten Tag erwischt, doch wir haben auch nicht viel zugelassen“, war Sieger-Coach Hagner „diesmal komplett zufrieden.“
VfB Marburg: Wack - Schnitzer, Acker, Hull, Abali - Özsoy, Rechner, Ternava, Eberling (58. Tekin), Xenokalakis - Simmons (46. Ouattara).
VfB 1900 Gießen: Mainusch - Chabou, Schaffarz, Gaubatz, Wilk - Özen (65. Atanasoski), Ott, Hasan, Mohr - Samun (82. Erben), Baufeldt (65. Celik).
Tore: 0:1 (5.) Gaubatz, 0:2 (15.) Samun, 0:3 (48.) Baufeldt, 0:4 (51.) Mohr, 0:5 (61.) Mohr - Schiedsrichter: Pondruff (Habichtswald) - Gelbe Karten: Xenokalakis (Marburg)/ - Zuschauer.: 150.