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Baufeldt und Samun mit Doppelpack (Gießener Allgemeine)
Montag, 19. September 2011 |
(fro) Der VfB 1900 Gießen konnte am Samstag seiner Favoritenrolle in der Verbandsliga Mitte gerecht werden und kam gegen die TSG Wörsdorf zu einem hoch verdienten 4:1-Erfolg.
(Gießener Allgemeine 19/09/11)
(Gießener Allgemeine 19/09/11)
Bei den Hausherren fehlte Ürkan Özen in der Anfangsformation. Der VfB-1900-Spielmacher hatte in der vergangenen Woche muskuläre Probleme und konnte nur bedingt am Training teilnehmen. So gab Trainer Matthias Hagner Andreas Baufeldt den Vorzug und beorderte ihn als zweite Spitze in die Startformation. Dies sollte sich als ein überaus gelungener Schachzug des Ex-Profis erweisen. Die Partie war gerade 20 Sekunden alt, da erzielte Baufeldt das 1:0. Markus Gaubatz hatte einen Freistoß in die Spitze geschlagen, Maykel Samun das Leder auf seinen Sturmpartner abgelegt, so dass Baufeldt aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte. 60 Sekunden später hatte Baufeldt erneut eine gute Chance, doch seine Volleyabnahme strich am Pfosten vorbei. Nach dem furiosen Auftakt schaltete die Hagner-Elf einen Gang zurück. Dies rächte sich in der elften Minute, als Ümit Yildiz nach einem Eckstoß per Kopf zum 1:1 eindrücken konnte. VfB-1900-Keeper Sven Mainusch war zwar noch mit der Hand dran, konnte den ersten Gegentreffer nach 212 Minuten aber nicht verhindern. Dies brachte die Hausherren aber nicht vom Weg ab. Erneut war ein Freistoß der Ausgangspunkt für ein Tor. Max-Peter Mohr setzte Andreas Baufeldt in Szene. Nachdem dieser noch einen Haken um einen TSG-Verteidiger geschlagen hatte, war der Weg zum 2:1 frei. Mit einem gefühlvollen Heber ließ Baufeldt TSG-Torwart Robin Findeis keine Abwehrchance (17.). Noch vor der Pause gelang dann Maykel Samun (43.) noch das 3:1.
Auch nach dem Wechsel hatten die Gastgeber einen Bilderbuchstart. Erkan Hasan konnte im TSG-Strafraum nur regelwidrig zu Fall gebracht werden. Maykel Samun verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher (49.). »Danach hätte ich mir mehr Souveränität bei meiner Mannschaft gewünscht. In der zweiten Halbzeit haben mir die klaren Aktionen und das eine oder andere Tor gefehlt«, fand der um Perfektion bemühte Hagner dann doch noch ein Haar in der Suppe. Chancen zu weiteren Toren waren durchaus vorhanden. Max-Peter Mohr, der eine überragende Partie bot, verfehlte das TSG-Tor nach einem Solo nur um wenige Zentimeter (53.). Noch knapper war es bei Ürkan Özen, der aus 16 Metern nur den Pfosten traf (60.). Maykel Samun (64.) und Ürkan Özen (77.) ließen ebenso Chancen aus. Der VfB-1900-Trainer nutzte die Gelegenheit, gegen die harmlosen Gäste etwas zu testen. So wurde bei den Hausherren munter durchgewechselt. »Ich habe Markus Gaubatz rausgenommen, um zu sehen, wie wir auf seinen Ausfall reagieren. Dabei habe ich die entstehende Unordnung in unserer Hintermannschaft bewusst in Kauf genommen«, erklärte Hagner. So kamen die Gäste in der Schlussphase noch zu zwei Chancen die aber nichts mehr einbringen sollten. Die letzte Gelegenheit der Partie blieb aber dem VfB 1900 vorbehalten. Nach einer Flanke von Maykel Samun konnte Mohamed Bendriss das Leder vor dem einschussbereiten Max-Peter Mohr aus der Gefahrenzone schlagen (89.).
VfB 1900 Gießen: Mainusch; Chabou, Gaubatz (ab 72. Atanasoski), Ott, Hasan, Wilk, Celik (ab 46. Özen), Mohr, Schaffarz, Samun, Baufeldt (ab 63. Agirman).
TSG Wörsdorf: Findeis; Bendriss, Sahin, Bogler, Diehl, Arslan, Dörnte (ab 72. Leus), Charni (ab 86. Chami), Pilica, Haroun (ab 46. Bingöl), Yildiz.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Zahorec (Kassel). – Zuschauer: 165. – Torfolge: 1:0 (1.) Baufeldt, 1:1 (11.) Yildiz, 2:1 (17.) Baufeldt, 3:1 (43.) Samun, 4:1 (49.) Samun (Foulelfmeter). – Gelbe Karten: Findeis, Haroun, Yildiz.