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Montag, 10. Oktober 2011 |

Entnommen dem "Höchster Kreisblatt"


Charafs Team mangelt es an Durchschlagskraft


Unterliederbach. Viel hatte Daniel Knapschinski im Heimspiel gegen Gießen nicht zu tun. Trotzdem musste der Unterliederbacher Torwart zwei Mal hinter sich greifen. Foto: LorenzObwohl der VfB Unterliederbach im Heimspiel gegen Aufstiegsfavorit Gießen eine ansehnliche Leistung bot, gab es beim 1:2 in der Fußball-Verbandsliga Mitte schon die sechste Niederlage.

"Es ist wirklich jammerschade", blickte William Anane nach seinem letzten Heimspiel für Unterliederbach traurig drein. Der Stürmer wird wie berichtet, Ende des Monats in die vietnamesische Profiliga zurückkehren und tat gestern alles für einen würdigen Abgang. Dass es nach einer starken Leistung seiner Mannschaft trotzdem nicht zu wenigstens einem Punkt reichte, lag zum einen an der Kaltschnäuzigkeit der Gäste und zum anderen an der wackeligen Unterliederbacher Defensive.

Vor allem in der Anfangsphase boten die Hausherren, mit dem starken Nikos Arnautis hinter der einzigen Spitze Anane, entschlossenen Offensivfußball. Die favorisierten Gießener taten sich mit der aggressiven Spielweise des Gegners schwer. Ohne Sebastian Mader (Knöchelverletzung) und Leo Bianco (privat verhindert) fehlte Unterliederbach nach 20 Minuten aber die Durchschlagskraft. In der 22. Minute zog Zissis Petkanas einen Eckstoß auf seinen griechischen Landsmann Arnautis. Dessen Kopfballverlängerung verpasste Kapitän Alexander Karrer am langen Pfosten nur knapp. Im Gegenzug zeigte der Gegner, warum er nach einer Siegesserie in den vergangenen Wochen bis auf Rang drei in der Tabelle vorrücken konnte. Mit viel Qualität im Angriff und großer Effektivität ging Gießen in Führung. Schaffarz startete auf der rechten Außenbahn einen unwiderstehlichen Sololauf, den er mit einem überlegten Abschluss zum 1:0 krönte. Die Viererkette der Gastgeber war nicht nur in dieser Szene nicht im Bilde. Nachdem Dennis Kollmeier nach einem Zusammenstoß mit Celik in der 28. Minute gegen Meron Gebrihiwet ausgetauscht werden musste, legte der Favorit nach. Celik bekam schon im Mittelfeld zu viel Raum und nutzte diese Freiheit zu einem schönen Zuspiel auf Baufeldt. Der Torjäger nahm im Strafraum noch in aller Ruhe Maß und vollendete flach zum 2:0 (32.). Die Unterliederbacher brauchten knappe zehn Minuten, um sich von dem Doppelschlag zu erholen. Dann flankte Advan Cakiqi in den Lauf von Anane. Dieser warf sich zwar mit links in den Ball, bekam aber nicht genug Druck hinter das Spielgerät. Besser machte es Arnautis. Mit dem Pausenpfiff köpfte der Routinier eine Flanke von Petkanas am langen Pfosten zum Anschluss ein.

Nach dem Wechsel zeigte sich das Team von Chakir Charaf zwar bemüht, Gießen ließ aber nichts mehr zu. "Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber zu wenig Ertrag", bedauerte der Unterliederbacher Trainer.awo (awo)
 
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