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Auch Schröck kann VfB nicht stoppen

Montag, 17. Oktober 2011 |
Quelle: Gießener Anzeiger

Maykel Samun und Max Mohr leiten Auswärtssieg ein - Kai Ranke feiert ganz starkes Comeback für die 1900er


SCHRÖCK (ax). Auch die unangenehme Hürde in Schröck nahm der VfB 1900 Gießen am Samstagnachmittag. Durch den 3:1 (2:0)-Sieg beim FSV bleibt die Hagner-Elf weiter in der Spitzengruppe der Verbandsliga Mitte und legte damit den perfekten Grundstock für das Derby am nächsten Samstag gegen den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg.

VfB-Trainer Matthias Hagner entschied sich dafür, Kai Ranke von Beginn an auflaufen zu lassen, auch „weil ich einen weiteren kopfballstarken Spieler haben wollte“, so Hagner über die Maßnahme. Bedingt durch den engen Platz, der zudem in einem ganz schlechten Zustand war, war der Mittelfeldspieler gleich in seinem Element. Er ging in zahlreiche Zweikämpfe, das wochenlange Fehlen war ihm nicht anzumerken. „Kai hat ein richtig starkes Spiel gemacht. Da Schröck meist mit langen Bällen operierte, kam ihm dies entgegen“, lobte der Ex-Profi seinen Akteur.

In den ersten 45 Spielminuten absolviert der VfB einen „bärenstarken Auftritt.“ Die Universitätsstädter zeigten gleich von Beginn an, wer der Herr im Hause ist und ließen den Gastgebern keinen Platz zur Entfaltung.

FSV Schröck - VfB 1900 Gießen 1:3

Allerdings dauerte es bis zur 30. Spielminute, ehe das 1:0 für die Gäste fiel. Andreas Baufeldt vernaschte auf der linken Angriffsseite seinen Gegenspieler und flankte die Murmel exakt auf Sturmpartner Maykel Samun, der aus kurzer Distanz den Ball ins FSV-Gehäuse köpfte. Ebenso wie bei seiner Mannschaft, läuft es auch beim VfB-Stürmer, der in 15 Spielen schon 13 Treffer erzielte. Vier Minuten später fiel die Vorentscheidung. Nach einer Standardsituation landete das Spielgerät bei Max Mohr. Der Nachwuchsspieler fackelte nicht lange und vollendete mit einem überlegten Volleyschuss ins lange Eck. „Es war ein wunderschönes Tor“, meinte Hagner hinterher, sieht aber bei Mohr „noch Luft nach oben“, und bezog sich bei dieser Aussage auf die noch fehlende Torgefährlichkeit des 19-Jährigen. Unmittelbar vor der Pause hatte noch Ürkan Özen eine Großchance, die allerdings ungenutzt blieb.

Nach dem Seitenwechsel brachte eine umstrittene Entscheidung des Unparteiische die Platzherren zurück ins Spiel. In der 62. Spielminute soll Maximilian Ott das Leder im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt haben, was Hagner im Anschluss ärgerte: „Eine klare Fehlentscheidung.“ Tim Schott versenkte den fälligen Strafstoß in souveräner Manier und der FSV schöpfte wieder Hoffnung. Mit der Unterstützung der Zuschauer im Rücken drängte Schröck auf den Ausgleich. Gießen stand aber sicher in der Defensive und ließ fast nichts zu. Falls doch etwas durchkam, war es eine sichere Beute von Florian Säglitz. Sechs Minuten vor Ende war das Spiel endgültig entschieden. Eine Freistoßflanke von Erkan Hasan verlängerte Markus Gaubatz mit dem Kopf und Hakan Keskin bugsierte den Ball über die eigene Linie. „Wir haben verdient gewonnen“, so Hagner nach Spielschluss.

FSV Schröck: Wagner; Borawski, Keskin, Eichler (45. Mandler), Loi, Schäfer, Wiesner (86. Kraus), Greb, Kilercioglu, Schott, Rettig (72. Rommelspacher).

VfB 1900 Gießen: Säglitz; Ott, Chabou, Gaubatz, Wilk, Mohr (88. Celik), Ranke, Hasan, Özen (66. Schaffarz), Samun, Baufeldt.

Tore: 0:1 Samun (30.), 0:2 Mohr (34.), 1:2 Schott (62./HE), 1:3 Keskin (84./ET). - Schiedsrichter: Immig (Kleinvach). - Zuschauer: 120.
 
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