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Ein spannendes und temporeiches Derby
Montag, 24. Oktober 2011 |
Quelle: Gießener Allgemeine
Im Spitzenspiel der Verbandsliga Mitte trennten sich der VfB 1900 Gießen und Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg am Samstag torlos. Auch wenn das Salz in der Suppe somit fehlte, brauchten die 520 Zuschauer ihr Kommen nicht zu bereuen.
Bei herrlichem Sonnenschein wurde ihnen im Gießener Waldstadion ein spannendes und temporeiches Spiel auf höchstem Niveau geboten. Die Hausherren hatten ein deutliches Chancenplus. Die Elf von Trainer Matthias Hagner scheiterte aber an ihrer Chancenverwertung und SC-Keeper Dominik Wagner, der an diesem Tag einfach nicht zu überwinden war. Der VfB 1900 Gießen übernahm damit auch die Tabellenführung, proftierte dabei aber vom Spielabbruch der Partie Türkischer SV Wiesbaden – Viktoria Kelsterbach. Die Teutonia unterstrich mit dem Unentschieden ihre Bilanz als bestes Auswärtsteam der Liga und belegt weiter den fünften Tabellenplatz.
Beide Mannschaften hatten kein Interesse an langem Abtasten, so dass die Partie von Beginn an Fahrt aufnahm. Der Aufsteiger versuchte, den Favoriten mit überfallartigen Angriffen zu überraschen. Nach einem langen Einwurf von Tim Weichmann-Schmidt hatte Niklas Wagner die erste Einschussgelegenheit, doch Martin Wilk konnte den Ball gerade noch zur Ecke lenken (2.). Die erste Gelegenheit für den VfB 1900 hatte Robin Schaffarz, der am glänzend reagierenden Dominik Wagner scheiterte (9.). Der SC-Keeper sollte sich im weiteren Verlauf der Partie als starker Rückhalt der Gino-Parson-Elf erweisen. So packte er nach einem Schuss von Stefan Agirman kurz darauf erneut entschlossen zu (10.). Andreas Baufeldt setzte das Leder aus über das Tor (15.). Nachdem erneut Robin Schaffarz in Dominik Wagner seinen Meister fand, setzte Ürkan Özen den Nachschuss aus 16 Metern über die Latte (23.). Die Partie bot nur wenige Gelegenheiten für Verschnaufpausen. Dies lag auch an der Spielleitung von Schiedsrichter Olaf Schmidt, der in einer körperbetonten Partie viel laufen ließ. Für die spielstarken Gäste traf Moritz Schmandt nur das Außennetz (26.), während Marc Bock das Leder nach einer Ecke von Hendrik Dechert per Kopf knapp neben das Tor setzte (30.). Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten die Hausherren noch zwei Hochkaräter. Zunächst brachte Andreas Baufeldt das Leder nach einem Pass von Maykel Samun nicht an Dominik Wagner vorbei (40.). Die bis dato größte Gelegenheit ließ allerdings Robin Schaffarz liegen, als er den Ball nach Querpass von Maykel Samun aus kurzer Distanz über das leere Gästetor setzte (45.).
Auch nach dem Wechsel war die Hagner-Elf der Führung ganz nah. Nach einer Flanke von Andreas Baufeldt setzte Max-Peter Mohr einen Kopfball neben das Tor (48.). Kurz darauf musste der agile Niklas Wagner den Platz verletzungsbedingt verlassen, was zu einer deutlichen Schwächung der SC-Offensive führte (50.). Die Dominanz des VfB 1900 wuchs nun von Minute zu Minute. Nachdem Maykel Samun das Leder zu Andreas Baufeldt durchgesteckt hatte, traf der ehemalige Hessenliga-Torschützenkönig nur den Außenpfosten (63.). Sechs Minuten später tauchte Baufeldt erneut vor dem SC-Tor auf. Diesmal war es Dominik Wagner, der mit einer Parade die VfB-1900-Führung verhinderte (69.). Die Gäste blieben ihrerseits immer gefährlich. Nach einer Hereingabe von Andrew Iyasere musste Martin Wilk im letzten Moment vor dem einschussbereiten Moritz Schmandt retten (74.). In der Schlussphase sah der vorbelastete Ürkan Özen die Gelb-Rote Karte, nachdem er sich in der gegnerischen Spielhälfte zu einem unnötigen Foul hinreißen ließ (85.). Auch in Unterzahl hatte der Tabellenzweite noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. Als Max-Peter Mohr aus 18 Metern einfach mal abzog, lenkte Dominik Wagner den Ball zur Ecke (88.). Nach der anschließenden Hereingabe konnte sich der SC-Torhüter erneut auszeichnen. Bei einem Kopfball von Markus Gaubatz aus zwei Metern war Dominik Wagner nicht zu überwinden (89.). In der Schlussminute versuchte sich Marc Bock auf der Gegenseite nochmals mit einem Distanzschuss, der aber knapp über die Latte strich (90.).
»Wir hatten ein deutliches Chancenplus und zum Teil glasklare Chancen. Unterm Strich wäre daher ein Sieg für uns verdient gewesen. Der SC ist sehr frech aufgetreten und war jederzeit gefährlich«, stellte Matthias Hagner fest. »Der VfB 1900 war bärenstark. Meine Elf hat aber leidenschaftlich gekämpft und sich den Punkt erarbeitet. Wir haben zwar auf ein Tor gelauert, aber Gießen war in der Abwehr zu stark«, sagte SC-Spielertrainer Gino Parson.
VfB 1900 Gießen: Säglitz; Agirman, Chabou, Gaubatz, Wilk, Hasan, Max-Peter Mohr, Özen, Schaffarz (ab 46. Ranke), Baufeldt (ab 81. Erben), Samun.
SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Schmidt-Weichmann (ab 46. Koch), Runkel, Priebe, Schmandt, Bock, Dechert, Zimmermann, Parson, Niklas Wagner (ab 50. Bathomene), Semmler (ab 68. Iyasere).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Schmidt (Haddamar) – Zuschauer: 520. – Gelbe Karte: Özen. Gelb-Rote Karte: Özen (85.) wegen Foulspiels.
Im Spitzenspiel der Verbandsliga Mitte trennten sich der VfB 1900 Gießen und Aufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg am Samstag torlos. Auch wenn das Salz in der Suppe somit fehlte, brauchten die 520 Zuschauer ihr Kommen nicht zu bereuen.
Bei herrlichem Sonnenschein wurde ihnen im Gießener Waldstadion ein spannendes und temporeiches Spiel auf höchstem Niveau geboten. Die Hausherren hatten ein deutliches Chancenplus. Die Elf von Trainer Matthias Hagner scheiterte aber an ihrer Chancenverwertung und SC-Keeper Dominik Wagner, der an diesem Tag einfach nicht zu überwinden war. Der VfB 1900 Gießen übernahm damit auch die Tabellenführung, proftierte dabei aber vom Spielabbruch der Partie Türkischer SV Wiesbaden – Viktoria Kelsterbach. Die Teutonia unterstrich mit dem Unentschieden ihre Bilanz als bestes Auswärtsteam der Liga und belegt weiter den fünften Tabellenplatz.
Beide Mannschaften hatten kein Interesse an langem Abtasten, so dass die Partie von Beginn an Fahrt aufnahm. Der Aufsteiger versuchte, den Favoriten mit überfallartigen Angriffen zu überraschen. Nach einem langen Einwurf von Tim Weichmann-Schmidt hatte Niklas Wagner die erste Einschussgelegenheit, doch Martin Wilk konnte den Ball gerade noch zur Ecke lenken (2.). Die erste Gelegenheit für den VfB 1900 hatte Robin Schaffarz, der am glänzend reagierenden Dominik Wagner scheiterte (9.). Der SC-Keeper sollte sich im weiteren Verlauf der Partie als starker Rückhalt der Gino-Parson-Elf erweisen. So packte er nach einem Schuss von Stefan Agirman kurz darauf erneut entschlossen zu (10.). Andreas Baufeldt setzte das Leder aus über das Tor (15.). Nachdem erneut Robin Schaffarz in Dominik Wagner seinen Meister fand, setzte Ürkan Özen den Nachschuss aus 16 Metern über die Latte (23.). Die Partie bot nur wenige Gelegenheiten für Verschnaufpausen. Dies lag auch an der Spielleitung von Schiedsrichter Olaf Schmidt, der in einer körperbetonten Partie viel laufen ließ. Für die spielstarken Gäste traf Moritz Schmandt nur das Außennetz (26.), während Marc Bock das Leder nach einer Ecke von Hendrik Dechert per Kopf knapp neben das Tor setzte (30.). Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten die Hausherren noch zwei Hochkaräter. Zunächst brachte Andreas Baufeldt das Leder nach einem Pass von Maykel Samun nicht an Dominik Wagner vorbei (40.). Die bis dato größte Gelegenheit ließ allerdings Robin Schaffarz liegen, als er den Ball nach Querpass von Maykel Samun aus kurzer Distanz über das leere Gästetor setzte (45.).
Auch nach dem Wechsel war die Hagner-Elf der Führung ganz nah. Nach einer Flanke von Andreas Baufeldt setzte Max-Peter Mohr einen Kopfball neben das Tor (48.). Kurz darauf musste der agile Niklas Wagner den Platz verletzungsbedingt verlassen, was zu einer deutlichen Schwächung der SC-Offensive führte (50.). Die Dominanz des VfB 1900 wuchs nun von Minute zu Minute. Nachdem Maykel Samun das Leder zu Andreas Baufeldt durchgesteckt hatte, traf der ehemalige Hessenliga-Torschützenkönig nur den Außenpfosten (63.). Sechs Minuten später tauchte Baufeldt erneut vor dem SC-Tor auf. Diesmal war es Dominik Wagner, der mit einer Parade die VfB-1900-Führung verhinderte (69.). Die Gäste blieben ihrerseits immer gefährlich. Nach einer Hereingabe von Andrew Iyasere musste Martin Wilk im letzten Moment vor dem einschussbereiten Moritz Schmandt retten (74.). In der Schlussphase sah der vorbelastete Ürkan Özen die Gelb-Rote Karte, nachdem er sich in der gegnerischen Spielhälfte zu einem unnötigen Foul hinreißen ließ (85.). Auch in Unterzahl hatte der Tabellenzweite noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. Als Max-Peter Mohr aus 18 Metern einfach mal abzog, lenkte Dominik Wagner den Ball zur Ecke (88.). Nach der anschließenden Hereingabe konnte sich der SC-Torhüter erneut auszeichnen. Bei einem Kopfball von Markus Gaubatz aus zwei Metern war Dominik Wagner nicht zu überwinden (89.). In der Schlussminute versuchte sich Marc Bock auf der Gegenseite nochmals mit einem Distanzschuss, der aber knapp über die Latte strich (90.).
»Wir hatten ein deutliches Chancenplus und zum Teil glasklare Chancen. Unterm Strich wäre daher ein Sieg für uns verdient gewesen. Der SC ist sehr frech aufgetreten und war jederzeit gefährlich«, stellte Matthias Hagner fest. »Der VfB 1900 war bärenstark. Meine Elf hat aber leidenschaftlich gekämpft und sich den Punkt erarbeitet. Wir haben zwar auf ein Tor gelauert, aber Gießen war in der Abwehr zu stark«, sagte SC-Spielertrainer Gino Parson.
VfB 1900 Gießen: Säglitz; Agirman, Chabou, Gaubatz, Wilk, Hasan, Max-Peter Mohr, Özen, Schaffarz (ab 46. Ranke), Baufeldt (ab 81. Erben), Samun.
SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Dominik Wagner; Schmidt-Weichmann (ab 46. Koch), Runkel, Priebe, Schmandt, Bock, Dechert, Zimmermann, Parson, Niklas Wagner (ab 50. Bathomene), Semmler (ab 68. Iyasere).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Schmidt (Haddamar) – Zuschauer: 520. – Gelbe Karte: Özen. Gelb-Rote Karte: Özen (85.) wegen Foulspiels.