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Leopold widmet Tor verletztem Özbakir
Samstag, 19. November 2011 |
Mit einem 1:0-Heimsieg gegen den Tabellendritten VfB Gießen hat Fußball-Verbandsligist RSV Würges die Rückrunde eröffnet. Die Gastgeber zeigten gegen den Ex-Oberligisten ihre beste Saisonleistung. Die Bad Camberger nahmen zugleich Revanche für die im Hinspiel erlittene 1:2-Niederlage. Dennis Leopold widmete seinen Siegtreffer dem schwer verletzten Kapitän Artug
Der knappste aller Siege ist aufgrund der größeren Spielanteile verdient. Das "Tor des Tages" markierte Dennis Leopold nach Eckball-Zuspiel von Waldemar Baum. Der Routinier vollstreckte, in der Mitte des Gießener Strafraumes stehend, freistehend per Direktabnahme.
Die zuletzt 14 Mal in Folge ungeschlagenen Universitätsstädter, inklusive ihrer Oberlahner Robin Schaffarz (Obershausen) und Martin Wilk (Langhecke), blieben in der Offensive vieles schuldig. Die einzige klare Tormöglichkeit des VfB basierte auf dem Pfostenschuss (81.) von "Joker" Ürkan Özen. Diese Einschussmöglichkeit beruhte auf einem gravierenden Abspielfehler des sonst überragenden Ersatz-Kapitäns Mike Baier.
Gießens Trainer Matthias Hagner sagte deswegen: "Wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Würges hat verdient gewonnen. Aus meiner Sicht stand die Partie auf einem mäßigen Niveau."
Würges brennt wie eine Fackel, Dylong und Bauschke halten alles zusammen
Diese Meinung hatte der frühere Fußball-Lizenzspieler freilich exklusiv. Die "Roten" brannten nämlich nach dem überraschenden Ausstieg ihres Trainers Ali Cakici wie eine Fackel. Interimstrainer Krisztian Szekely gab zu Protokoll: "Wir waren sofort im Spiel. Das 2:0 haben wir verpasst, und so habe ich am Ende doch einmal um den ,Dreier gezittert. Aus meinem Blickpunkt hatte die Begegnung Rasse und Klasse, freilich wenig Torszenen."
Dass die Gastgeber in der Endphase inklusive der fünfminütigen Nachspielzeit um den Sieg bangen mussten, hatte mehrere Gründe. Der Titelanwärter erhöhte nach einer Stunde Spielzeit merklich das Tempo, ohne freilich Torhüter Jens Rock einer ernsthaften Prüfung zu unterziehen.
Zum zweiten schlossen die Platzherren ihre Tempogegenstöße schlecht ab. Das finale Zuspiel blieb stets in der Abwehrkette des VfB hängen. Drittens versagte der junge Spielleiter dem RSV nach dem Foul von Stefan Agirman (55.) an Christian Kunert einen Elfmeter. Hinzu gesellte sich fehlendes Glück. Dennis Leopold scheiterte direkt nach Wiederbeginn mit einem Kopfball an der Latte (46.).
Beim Sieger standen die Aktivposten im hinteren Bereich. Die beiden defensiven Mittelfeldspieler Daniel Dylong und Sebastian Bauschke, der sein bestes Spiel im RSV-Dress überhaupt ablieferte, gingen immens weite Wege. Im Abwehrverbund gewannen die Innenverteidiger Roman Schmick und Mike Baier nahezu alle Zweikämpfe am Boden und in der Luft. Der eigens aus Berlin eingeflogene Philip Albert ließ bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden nie erkennen, dass er wochenlang keinen sportlichen Kontakt mit seinen Mitspielern hatte. Albert spielte, als wäre er nie weg gewesen.
Würges: Rock - Baum, Schmick, Baier, Kühnel - Dylong, Bauschke - Albert (78. Albert), Kunert - Meuth (90. + 2 Chaparro), Leopold (74. Kramke).
Gießen: Säglitz - Agirman, Chabou, Gaubatz, Ott - Ranke, Schaffarz - Baufeldt (46. Özen) Mohr (56. Vollhardt), Wilk (46. Erben) - Samun.
Schiedsrichter: Jantz (Kohlheck) - Zuschauer: 195 - Tor: 1:0 Dennis Leopold (24.).