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Harmlose Offensive

Montag, 21. November 2011 |
Quelle: Gießener Anzeiger

VfB 1900 verliert erstmals seit 14 Spielen wieder - Nach vorne geht fast nichts


WÜRGES (di). Den VfB 1900 Gießen hat es erwischt. Die zuletzt 14 Mal in Folge ungeschlagenen Schützlinge von Trainer Matthias Hagner mussten beim wieder erstarkten Hessenligaabsteiger RSV Würges nach 95 Minuten eine 0:1-(0:1)-Niederlage quittieren.

Die Hoffnungen auf den Titelgewinn erhielten somit einen Dämpfer. In den zwei Begegnungen zuvor hatte der VfB beim 2:2-Teilerfolg gegen Viktoria Kelsterbach und beim 4:2-Triumph beim FC Eddersheim einen zwei-Tore-Rückstand wettmachen können. Diesmal blieben die Mannen um Kapitän Pierre Chabou in der Offensive alles schuldig.

Im Würgeser Lager herrschte nach dem Abpfiff eitel Sonnenschein. Die Gastgeber boten in dem Duell der beiden einstigen Oberligisten ihre bisher beste Leistung in dieser Spielzeit und nahmen zugleich Revanche für die im Hinspiel erlittene 1:2-Niederlage.

Der knappste aller Siege ist aufgrund der größeren Spielanteile verdient zu nennen. Das Tor des Tages markierte Dennis Leopold in der 24. Minute nach Zuspiel von Waldemar Baum. Es war zu diesem frühen Zeitpunkt bereits die sechste Ecke für die Platzherren gewesen. Routinier Leopold vollstreckte freistehend mit einer Direktabnahme. Den Treffer widmete der Torschütze spontan seinem schwer verletzten Mannschaftskameraden Artug Özbakir, dessen Fehglen der RSV gut zu kompensieren kverstand.

RSV Würges - VfB 1900 Gießen 1:0

Beim Vizemeister der vergangenen Saison ging nach vorne fast überhaupt nichts. Andreas Baufeldt präsentierte sich an seiner alter Wirkungsstätte in seiner „Würgeser Form“. „Er hat nicht gut gespielt. Deshalb habe ich ihn vom Feld geholt, begründete Matthias Hagner die Auswechslung des aus der Wetterau kommenden Stürmers. Aber auch mit Stürmer Maykel Samun war diesmal wenig Staat zu machen.

Die einzige klare Tormöglichkeit des VfB basierte auf dem Pfostenschuss (81.) von „Joker“ Ürkan Özen. „Wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben. Würges hat verdient gewonnen. Aus meiner Sicht stand die Partie auf einem mäßigen Niveau“, sagte Gießens Trainer Matthias Hagner.

Sein Würgeser Kollege Krisztian Szekely sah dies anders. „Aus meinem Blickpunkt hatte die Begegnung Rasse und Klasse, freilich wenig Torszenen. Das 2:0 haben wir verpasst und so habe ich am Ende doch einmal um den Dreier gezittert“, meinte der RSV-Interimstrainer.

Erst nach knapp einer Stunde fand der Gast ins Spiel. Bis dato hätten die Platzherren freilich längst alles klar machen müssen. Dennis Leopold scheiterte direkt nach Wiederbeginn mit einem Kopfball an der Latte (46.), den nachfolgenden Kopfball von Mike Baier parierte Florian Säglitz mit Bravour. .Der 1,99 Meter lange Würgeser Tormannriese Jens Rock verlebte dagegen einen geruhsamen Nachmittag. Das wiederum spricht für die diesmal (nicht vorhandene) Qualität in der VfB-Offensivabteilung.

RSV Würges: Rock - Baum, Schmick, Baier, Kühnel - Dylong, Bauschke - Albert (78. Lederer), Kunert - Meuth (90. + 2 Chaparro), Leopold (74. Kramke).

VfB 1900 Gießen: Säglitz - Agirmann, Chabou, Gaubatz, Ott - Ranke, Schaffarz - Baufeldt (46. Özen) Mohr (56. Vollhardt), Wilk (46. Erben) - Samun.

Tor: 1:0 Leopold (24.). - Schiedsrichter: Jantz (Wiesbaden-Kohlheck) - Gelbe Karten: -/Erben (Gießen) - Zuschauer: 195
 
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