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Das Ende der Erfolgsserie

Dienstag, 22. November 2011 |
Quelle: Gießener Allgemeine

(md) Mit einer 0:1 (0:1)-Niederlage beim RSV Würges eröffnete der VfB 1900 Gießen die Verbandsliga-Rückrunde. Festzuhalten bliebt unabhängig des Ergebnisses: Ein gelungener Auftakt sieht anders aus. Die Gäste blieben über weite Strecken bei dem Gastspiel vieles schuldig.

Der knappe Erfolg des Hessenliga-Absteigers wurde dem Spielverlauf und auch dem Chancenverhältnis gerecht. 14 Begegnungen war der VfB 1900 zuletzt ungeschlagen geblieben. Sieger Würges nahm zugleich Revanche für die im Hinrundenspiel erlittene 1:2-Niederlage.

Die Entscheidung fiel in der Mitte des ersten Durchganges. Waldemar Baum schlug einen Eckball in den Gießener Strafraum, wo Dennis Leopold zum 1:0 traf. Leopold, der in Würges in Anbetracht der fehlenden personellen Stürmeralternativen, wieder wie zu Beginn seiner Laufbahn auf Torejagd geht, widmete das »Tor des Tages« seinem Mitspieler Artug Özbakir. Der RSV-Kapitän liegt mit schweren Gesichtverletzungen in einem Frankfurter Krankenhaus.

Florian Säglitz wiederum bewahrte sein Team direkt nach Wiederbeginn (46.) bei dem Kopfball von Mike Baier mit einer tollen Flugparade vor einem höheren Rückstand. Es war der sogenannte »zweite Ball« gewesen. Sekunden zuvor war Leopold an der Latte gescheitert. »Wir haben irgendwie nicht zu unserem Spiel gefunden und unsere Tugenden nicht einbringen können. Die zahlreichen langen Bälle waren diesmal sicherlich kein Erfolgsrezept«, meinte Gießens Außenverteidiger Maximilian Ott beim Gang in die Kabine. Sein Trainer Matthias Hagner zeigte sich als ein fairer Verlierer. »Der Würgeser Sieg geht in Ordnung. Es war ein mäßiges Spiel mit wenig torreifen Situationen auf beiden Seiten. Meine Mannschaft hat ihre Normalform diesmal nicht abrufen können«, sagte der Ex-Profi.

Die beste Chance zum Ausgleich bot sich zu Beginn der Endphase (81.) dem eingewechselten Ürkan Özen. Aus kurzer Distanz scheiterte er am Pfosten. Es war jene Phase, in der die Gäste kurzzeitig einmal ihre Qualitäten andeuteten. Pech für die Mittelhessen, dass die Platzherren just nach dem Ausstieg ihres Trainers Ali Cakici, der als Co-Trainer zum Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt wechselte, die beste Leistung in dieser Saison abriefen. »Wir haben uns vom VfB 1900 nicht aus der Defensive locken lassen. Eine 2:0-Führung war möglich und hätte mein Nervenkostüm beruhigt«, bekannte RSV-Interimstrainer Krisztian Szekely. »Irgendwie hat sich die Niederlage abgezeichnet. In Kelsterbach und in Eddersheim konnten wir zuletzt einen Rückstand aufholen. Das ist uns diesmal nicht gelungen«, resümierte Matthias Hagner.

RSV Würges: Rock; Baum, Schmick, Baier, Kühnel, Dylong, Bauschke, Albert (ab 78. Lederer), Kunert, Meuth (ab 90.+2 Chaparro), Leopold (ab 74. Kramke).

VfB 1900 Gießen: Säglitz; Agirman, Chabou, Gaubatz, Ott, Ranke, Schaffarz, Baufeldt (ab 46. Özen) Mohr (ab 56. Vollhardt), Wilk (ab 46. Erben), Samun.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Jantz (Wiesbaden-Kohlheck). – Zuschauer: 200. – Tor: 1:0 (24.) Leopold. – Gelbe Karte: Erben.
 
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