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Traditionsderby einseitig wie selten zuvor

Montag, 12. Dezember 2011 |
Von Axel Mühlhausen (Gießener Anzeiger)

Starke erste Halbzeit des VfB 1900 Gießen - Schimmelreiter mit desolater Vorstellung

GIESSEN. Früher waren die Derbys des VfB 1900 gegen die Schimmelreiter aus Marburg meist hart umkämpfte und knappe Duelle, aber davon konnte in dieser Saison keine Rede sein. Im Hinspiel behielten die Schützlinge von Matthias Hagner schon klar mit 5:0 die Oberhand, am Samstagnachmittag kam es für den VfB Marburg noch dicker. 0:7 (0:5) hieß es nach einseitigen 90 Minuten und die Gäste durften am Ende froh sein, nicht zweistellig verloren zu haben.

„Über das Ergebnis freue ich mich sehr, denn es war in dieser Höhe nicht so zu erwarten. Wir haben spielerisch eine gute Partie gezeigt. Es hätte noch höher ausgehen können, wenn wir nicht gefühlte 20 Mal ins Abseits gelaufen wären“, bilanzierte ein zufriedener Hagner nach dem Schützenfest. Hätten die Gastgeber ihre Konter in der zweiten Halbzeit nur etwas cleverer ausgespielt, dann wären es sicherlich deutlich mehr als zehn Treffer geworden.

VfB 1900 Gießen - VfB Marburg 7:0

Die Gäste präsentierten sich in einer erschreckend schwachen Form und ließen jegliche Gegenwehr vermissen. Einziger Lichtblick bei den 05ern war Steffen Rechner, der aber in einer total überforderten Mannschaft alleine nichts bewirken konnte. Ob Marburg sich aufgab, als es schon frühzeitig 0:1 stand, bleibt eine offene Frage, aber es war streckenweise ein beschämender Auftritt, der nichts mit Verbandsligaformat zu tun hatte. Erstmals klingelte es im Kasten von Sebastian Wack schon nach drei Minuten. Robin Schaffarz schlug eine Flanke auf Andreas Baufeldt, der mit einem Kopfball das 1:0 erzielte. Nach einer Viertelstunde Spielzeit war die Partie dann eigentlich schon entschieden. Mit einem satten Flachschuss aus 14 Metern traf Baufeldt zum zweiten Mal.

Danach lief es wie am Schnürchen, auch weil keinerlei Gegenwehr zu erkennen war. Schaffarz baute die Führung weiter aus (22.), dann bewahrte Maykel Samun bei einem Konter die Übersicht und bediente uneigennützig Markus Gaubatz, der dem Treffer Nummer vier gelang (42.). Und nur zwei Minuten später war Wack wieder geschlagen. Kai Ranke setzte zu einem Solo an und schob lässig ein.

Nach Wiederbeginn ließen es die 1900er ruhiger angehen. Vielleicht hatten sie einfach auch nur ein Erbarmen. Außer einem: Maykel Samun. Erst staubte der Stoßstürmer nach einem Lattenschuss von Martin Wilk ab (50.) und dann beschloss er den Nachmittag nach einer schönen Flanke von Ürkan Özen mit dem „siebten Streich.“

VfB 1900 Gießen: Säglitz; Ott (67. Bund), Chabou, Gaubatz, Agirman, Schaffarz, Hasan, Ranke (71. Mohr), Wilk, Baufeldt (71. Özen), Samun.

VfB Marburg: Wack; Schnitzer, Acker, Hull, Eberling, Xenokalakis (53. Pozzi), Rechner, D´Ambrosio, Tokcan, Simmons, Özsoy (66. Fröhlich).

Tore: 1:0, 2:0 Baufeldt (3., 15.), 3:0 Schaffarz (22.), 4:0 Gaubatz (42.), 5:0 Ranke (44.), 6:0, 7:0 Samun (50.,75.) - SR: Dutschmann (Solms). - Zuschauer: 130.

 
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