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Schaffarz ist hungrig auf mehr Tore

Freitag, 13. Januar 2012 |
Entnommen aus: "mittelhessen.de"


Obershäuser spielt in Gießen 


Gemeinsam mit dem Aumenauer Martin Wilk bildet Robin Schaffarz aus Obershausen ein Oberlahnduo beim VfB 1900 Gießen. Der Traditionsclub aus der Universitätsstadt ist bislang eine eher unbekannte Adresse für Talente aus dem Oberlahnbereich gewesen. In den 1970er Jahren kickte mit dem Grävenecker Bernhard Krämer, Trainer des TuS Laubuseschbach, jedoch schon einmal ein heimischer Fußballer beim heutigen Tabellendritten der Verbandsliga. 

Dass es den 20-Jährigen, der derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Windhofschule in Weilburg, einer Schule für Lernhilfe und für Körperbehinderte, absolviert, zum VfB verschlagen hat, hat einen einfachen Grund. Robin Schaffarz war in der vergangenen Saison mit Matthias Hagner, seinem jetzigen Trainer in Gießen, noch für Eintracht Wetzlar in der Hessenliga am Ball. Das Fußballspielen hat Schaffarz bei der JSG Löhnberg/Niedershausen/Obershausen gelernt. Von dort zog es ihn zur JSG Dietkirchen/Offheim, den 1. FSV Mainz 05 und den SV Wehen-Wiesbaden, wo seine Jugendzeit endete. Sein erstes Seniorenjahr absolvierte der Obershäuser dann für Eintracht Wetzlar, ehe er vor dieser Runde eine Klasse tiefer zum VfB 1900 Gießen wechselte.
Herr Schaffarz, wie fällt ihre Bilanz vor dem Start in das Restprogramm aus?

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Robin Schaffarz: Ich habe alle 23 Spiele gemacht, stand davon 21 Mal von Beginn an auf dem Platz und habe in 17 Partien über 90 Minuten gespielt. Ich habe dabei sechs Tore geschossen. Damit bin ich zwar zufrieden, aber ich bin hungrig auf mehr!

Wie sind Sie mit dem Abschneiden des VfB 1900 Gießen als Tabellendritter mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter FSV Braunfels und zwei Zähler hinter dem Relegationsplatz zufrieden?

Schaffarz: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, aber wir wollen mehr. Wir peilen Platz eins und somit den direkten Aufstieg in die Hessenliga an.

Sind Sie denn optimistisch, dass es klappt?

Schaffarz: Wir wollen versuchen, jedes Spiel zu gewinnen und werden dafür sehr hart arbeiten, denn nur über harte Arbeit kommt der Erfolg. Nichts läuft von alleine.

Wie sehen denn Ihre Pläne nach der laufenden Saison aus?

Schaffarz: Mein Vertrag läuft zwar nach dieser Runde aus, ich habe aber vor, beim VfB Gießen zu bleiben. Wir haben viel Potenzial und es macht Spaß, mit dem Trainerteam und der Mannschaft Fußball zu spielen.

Wie ist es denn, unter Ex-Profi Matthias Hagner zu trainieren?

Schaffarz: Das Training unter Matthias Hagner ist klasse. Wir machen sehr gute Übungen und haben genügend Ausgleich zwischen Kondition, Technik oder Taktik. Ich selbst merke, dass ich mich dadurch schon stark weiterentwickelt habe. Zudem kann man aus seiner Erfahrung viel lernen.

Wie setzt Matthias Hagner Sie denn ein, wenn er Sie spielen lässt?

Schaffarz: Ich spiele meistens auf der rechten oder linken offensiven Außenbahn, aber Matthias Hagner hat bei mir auch Stärken auf der Sechserposition entdeckt. Ich bin da flexibel.

Wo sehen Sie Ihre größten Stärken, wo Ihre Schwächen?

Schaffarz: Meine größte Stärke ist, denke ich, meine Schnelligkeit. Meine Schwächen? Nun ja, ich sage mal, man kann sich in allen Bereichen verbessern. Und das versuche ich Einheit für Einheit im Training.

Welche Spielklasse trauen Sie sich denn in Ihrer Laufbahn noch zu?

Schaffarz: Zunächst steht der Erfolg mit Gießen an erster Stelle. Was darüber hinaus geschieht, sehen wir dann. Bringt man gute Leistungen im Verein, werden auch andere Clubs auf einen aufmerksam. Doch meine Konzentration liegt momentan voll auf Gießen.

Sie zeigen auch außerhalb des Fußballplatzes Engagement und absolvieren derzeit ein so genanntes Freiwilliges Soziales Jahr in der Weilburger Windhofschule. Wie kam es dazu?

Schaffarz: Das soziale Jahr mache ich, um Berufserfahrung zu sammeln und damit ich anderen Menschen helfen kann, weil mir das großen Spaß macht.


 
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